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    In Russland Oberster Rat zum Schutz von Sittlichkeit und Moral im Gespräch

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). In Russland wird möglicherweise ein Oberster Rat zum Schutz von Sittlichkeit und Moral entstehen, sagte Andrej Wulf, Chef der PR-Abteilung des Ministeriums für Kultur und Massenmedien, am Montag bei einer Kurzbesprechung in seinem Ressort.

    Die Leiter des Ministeriums meinen, dass der Rat zu einer weiteren Instanz im Kampf für die Sittlichkeit im Fernsehen sowie in den Zeitungen und in den Internet-Massenmedien werden könnte.

    "Je mehr solcher Räte es gibt, desto besser. Ich hoffe, dass ehrbare Leute diesem Rat beitreten werden, sollen die Experten ruhig streiten", sagte Leonid Nadirow, Stellvertreter des Ministers für Kultur.

    Laut Nadirow wurde das Problem der Sittlichkeit im Fernsehen am Montag im Ministeriumskollegium besprochen, und eine ganze Reihe neuer Vorschläge wurde eingebracht.

    Unter anderem haben die Leiter des Kulturministeriums versprochen, eine eigene Expertengruppe zu schaffen, da sie mit den zuständigen Expertenräten des Justiz- und des Innenministeriums nicht zufrieden sind.

    In den Parlamentsdebatten im Juni haben die Abgeordneten der Staatsduma (des Unterhauses des russischen Parlaments) das Ministerium für Kultur einer Reihe von Vorwürfen ausgesetzt, unter anderem wegen "Pornographie" in staatlichen Fernsehsendern.

    Nadirow sagte gegenüber Journalisten, dass das Problem in der Tat sehr akut sei.

    "Wir werden diese Angelegenheit wirklich in Ordnung bringen, aber wir haben vereinbart, das Wort mit dem Anfangsbuchstaben P (Pornographie) nicht mehr zu benutzen, das ist Sache des Strafgesetzes", sagte er.