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    Bei der Kultur wird in Russland gespart

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Das Kulturministerium Russlands konstatiert einen Rückgang der Mittel für Kultur und Massenkommunikation im Lande.

    Das erklärte der stellvertretende Minister für Kultur und Massenkommunikation Russlands, Leonid Nadirow, am Montag bei einem Pressegespräch zum Abschluss der Kollegiumssitzung des Ministeriums.

    Außerdem ist ihm zufolge „das Föderale Zielprogramm Kultur zu 62 Prozent auf nur zwei Objekte ausgerichtet: auf das Marinskij Theater in Sankt Petersburg und das Bolschoi Theater in Moskau, die beiden größten Opernhäuser des Landes.

    Das Kollegium des Ministeriums kam auf seiner Tagung zu dem Schluss, dass die finanzielle Ausstattung des Programms unzureichend sei.

    Ferner teilte Nadirow mit, dass das Ministerium den Entwurf eines Dokumentes über die Schwerpunkte der staatlichen Politik in den Bereichen Kultur und Massenmedien vorbereitet.

    Das Material wurde unter großen Geburtswehen zustande gebracht und wird noch immer weiter überarbeitet. „Uns liegt schon die 24. Fassung vor, und das ist natürlich noch nicht die letzte", sagte Nadirow.

    Er machte keine detaillierten Angaben zu dem Dokument, ließ jedoch einige Einzelheiten durchblicken.

    „Der erste Punkt der letzten Version ist die Pflege des Kulturerbes als Fundament der russischen Nation. Wie Sie sehen, kommt hier nicht das Wort „Vielvölkerkultur" vor. Es ist an der Zeit, sich von sowjetischen Formulierungen zu verabschieden", sagte Nadirow im Gespräch mit den Journalisten.

    Den vierten Punkt in dem Projekt einer „kulturellen Verfassung" bildet laut Nadirow die Verteidigung der Meinungsfreiheit und des einheitlichen Informationsraumes.

    „Am 15. September müssen wir der Regierung über die Hauptrichtungen und die Wege zu ihrer Realisierung Bericht erstatten. Wir rufen die Öffentlichkeit und die Journalisten auf, sich an der Diskussion zu beteiligen.

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