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    Philosophenkonferenz in Finnland: Erinnerung an Bachtin

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    HELSINKI, 18. Juli (RIA Nowosti). Zur 12. Internationalen Konferenz zum Studium des Vermächtnisses des herausragenden russischen Philosophen und Philologen, Michail Bachtin, die am Montag in der finnischen Stadt Jyväskylä beginnt, kommen mehr als 100 Forscher aus allen Winkeln der Welt, darunter aus Russland, den USA, Großbritannien, Schweden, Brasilien, Indien und Japan.

    Hauptvorträge halten unter anderem Prof. Sergej Botscharow vom Institut für Weltliteratur der Russischen Akademie der Wissenschaften, die Petersburger Forscher Juri und Darja Medwedjew, der britische Wissenschaftler Craig Brandist von der Sheffield Universität, und Per Linell von der Linköpings Universität in Schweden.

    Die Internationalen Bachtin-Konferenz wird erstmals in Finnland veranstaltet. Sie tagte in der Vergangenheit schon in Russland, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den USA, Kanada, Israel und Polen.

    Der russische Literaturforscher und Philosoph Michail Bachtin (1895 - 1975) ist in der ganzen Welt als einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts anerkannt. Seine Werke auf den Gebieten von Philosophie und Philologie gelten als Klassiker.

    Bachtin wurde im zentralrussischen Orjol geboren. Er absolvierte die Philologische Fakultät der Petersburger Universität. Ab 1920 widmete er sich seinen pädagogischen und literaturwissenschaftlichen Arbeiten.

    Mit seinem Buch "Probleme der Poetik Dostojewskis" (1929) erforschte Bachtin den polyfonischen Charakter des künstlerischen Denkens Dostojewskis.

    In dem Buch "Das Schöpfertum von Francois Rabelais und die Volkskunst des Mittelalters und der Renaissance" (1940 beendet) analysierte Bachtin das Wesen des Komischen und Grotesken und zeigte, dass die Literatur ihre Wurzeln in den "Volksfesten", den Karnevals und Mysterien des Altertums, hat. Die Konferenz beendet am 22. Juli ihre Arbeit.

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