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    Orthodox-katholischer Film über die ersten Christen soll beide Kirchen einander näher bringen

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    MOSKAU, 01. August (RIA Nowosti). Der orthodox-katholische Dokumentarfilm „Die Pilgerfahrt in die Ewige Stadt“ (er handelt von den ersten christlichen Märtyrern Roms) wird zur gegenseitigen Annäherung beider Kirchen beitragen. Diese Meinung wird von Geistlichen und Experten vertreten.

    „Die Kultur, die Aufklärung und die Verbreitung der religiösen Weltanschauung sind Sphären, für die sich vor allem verschiedene Konfessionen interessieren und die die Zusammenarbeit stimulieren sollten. Hierbei gibt es keine Hindernisse und darf es auch keine geben“, betonte der Leiter des Pressedienstes des Moskauer Patriarchats, der Geistliche Wladimir Wigiljanski.

    Die Schaffung des gemeinsamen Streifens war vom Kirchlich-wissenschaftlichen Zentrum des Moskauer Patriarchats „Orthodoxe Enzyklopädie“ initiiert worden.

    Der Chef des Zentrums, Sergej Krawez, betonte, dass Patriarch Alexi II. zufolge „das Ziel des Filmes ‚Die Pilgerfahrt in die Ewige Stadt’ darin besteht, eine gemeinsame schöpferische Antwort auf die Herausnahme der Erwähnung der christlichen Wurzeln der europäischen Zivilisation aus dem Verfassungsentwurf der Europäischen Union zu geben“.

    „Millionen von Christen sind darüber empört, dass das moderne Europa versucht, seine geistige Heimat zu vergessen. In diesem Sinne ist die Zeit der ersten Christen ein Gemeingut der Katholiken und der Orthodoxen“, sagte Krawez.

    Ihm zufolge „wird jedes Wissen voneinander der gegenseitigen Verständigung und der gegenseitigen Annäherung förderlich sein“.

    Krawez betonte ferner, dass Patriarch Alexi II. die Schaffung dieses Films gesegnet, der Arbeit daran seinen Segen gegeben hat und sie nun unter seiner persönlichen Obhut hält. „Diese Frage wurde auch mit Johannes Paul II. abgestimmt. Wir hoffen, dass im September/Oktober ein Interview des neuen Papstes Benedictus XVI. stattfindet“, sagte Krawez. Nach Absicht der Urheber des Films sollen der Papst und der Patriarch bei den Höhepunkten auf dem Bildschirm erscheinen.

    Laut Krawez wird eine enge Zusammenarbeit mit der Römisch-Katholischen Kirche auch beim Erstellen der Texte zu dem Dokumentarfilm betrieben - diese Texte werden einer doppelten Prüfung (im Kirchlich-wissenschaftlichen Zentrum „Orthodoxe Enzyklopädie“ und im Vatikan) unterzogen.

    Der Film wird aus fünf Teilen bestehen. Der erste wird dem Apostel Peter gewidmet und vom polnischen Regisseur Krzysztof Zanussi moderiert. Der zweite Teil gilt dem Apostel Paul und wird vom russischen Schauspieler Wladimir Maschkow moderiert. Der dritte Teil handelt von den ersten christlichen Märtyrern und wird vom russischen Schauspieler Juri Solomin moderiert. Der vierte Teil wird den ersten Christinnen gewidmet sein und von der russischen Schauspielerin Irina Kuptschenko moderiert. Der abschließende Filmteil gilt dem Heiligen Kaiser Konstantin und der Heiligen Helene, der Einstellung der Verfolgungen und dem Werdegang des Christentums als einer offiziellen Religion. In der Rolle des Sprechers tritt der russische Regisseur Nikita Michalkow auf. Der Film wird unter der Regie von Wladimir Chotinenko gedreht.

    „Zurzeit werden die ersten drei Teile montiert, die im Winter und im Frühling diesen Jahres gedreht wurden. Im September/Oktober sollen der vierte und der fünfte Teil gedreht werden“, teilte Krawez mit.

    Die Erstaufführung ist für Anfang 2006 geplant.

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