03:03 25 April 2017
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    Das Literatur- und Kunstarchiv wird in Petersburg unbekannte russische Avantgarde vorstellen

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    MOSKAU, 9. August (RIA Nowosti). Vom 11. August bis zum 11. September wird im Benois-Gebäude des Petersburger Russischen Museums eine Ausstellung aus der Sammlung des Russischen Staatlichen Literatur- und Kunstarchivs, "ARCHIwichtige Avantgarde", stattfinden. Ausgestellt werden 188 Werke der Malerei und Grafik, die einem breiten Publikum praktisch unbekannt sind, teilt die web-Seite "Musei Rossii" (museum.ru) mit.

    Das russische Staatliche Literatur- und Kunstarchiv ist der weltgrößte Aufbewahrungsort, an dem Dokumentationen gesammelt sind, welche auf verschiedenste Gebiete von Literatur, Musik, Theater, Film und bildende Künste Bezug haben. Neben den privaten Beständen von Schriftstellern, Komponisten, Regisseuren, Malern und Sammlern sind darin Bestände von Künstlerverbänden, Verlagen, Zeitschriften- und Zeitungsredaktionen, Filmstudios, Musik- und Sprechbühnen konzentriert.

    In der Ausstellung kann man Werke aus der Sammlung eines der Hauptvertreter der literarischen Avantgarde, Alexej Krutschonych, kennen lernen. Er war Mitte des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts der Begründer der so genannten Zaum-Poesie (grundsätzlich nicht auf den Sinn, sondern auf Lautmalerei orientierten poetischen Kunst) und einer der Mitstreiter von Wladimir Majakowski und Kasimir Malewitsch. Alexej Krutschonych war ein akribischer Sammler und Bewahrer der Hinterlassenschaft der Futuristen und des Futurismus als einer avantgardistischen Richtung in der russischen Kunst der beiden ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

    Das Literatur- und Kunstarchiv bewahrt über hundert Alben auf, worin Krutschonych die Arbeiten der befreundeten Künstler sowie Dokumente untergebracht hatte, wobei er sie mit Unterschriften und kurzen Kommentaren versah. Diese Alben stellen eine ihrer Vollständigkeit nach einzigartige illustrierte Geschichte der Kunstavantgarde dar.