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    Weltpremiere der verfilmten Bellini-Oper "Norma" in Wyborg

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    WYBORG, 17. August (RIA Nowosti). Eine der Überraschungen des diesjährigen 13. Festivals des russischen Films unter dem Motto "Fenster zu Europa", das in der russischen Stadt Wyborg an der Grenze zu Finnland stattfindet, ist die Weltpremiere der verfilmten Oper "Norma" von Bellini.

    "Das Genre der verfilmten Oper, heute derart gefragt in Europa und in der Welt, ist in Russland leider in Vergessenheit geraten", sagte der Regisseur von "Norma", Boris Airapetjan, in einem Exklusivinterview für RIA Nowosti. "Das letzte derartige Werk des russischen Kinos stammt aus dem Jahr 1984."

    Der Regisseur berichtete, dass er eine Vielzahl von Einladungen aus dem Ausland bekommen habe, den Film vorzuführen. So wird er an einem Herbsttag dieses Jahres auf einer Großbildleinwand unter freiem Himmel zeitgleich in fünf europäischen Städten zu sehen sein: in Salzburg, in Wien, in Genf, in Stuttgart und in Berlin.

    Airapetjan stellt zugleich aber auch fest, dass der Film in Russland praktisch nicht gefragt ist. Ihm zufolge meinen die Fernsehanstalten, eine verfilmte Oper sei nicht für den Bildschirm geeignet. Nur der Sender Kultur zeigte an dem Werk Interesse.

    "Norma" gilt als eine komplizierte Oper. Von 20 Inszenierungen, von denen die erste im Jahre 1831 in Mailand aufgeführt wurde, fielen 16 durch.

    "Doch ich bin das Risiko eingegangen. Ich wollte den Schlüssel zur Enträtselung der Oper finden, umso mehr, als ich hervorragende Sänger und vor allem Hauptdarsteller hatte. Die Norma singt Asmik Papjan, Solistin an der Wiener Oper und an der Metropolitan Opera. Pollion wird von Gegam Grigorjan dargestellt, dem Solisten am Mariinski-Theater für Oper und Ballett in Sankt Petersburg", sagte Airapetjan.

    Der Regisseur, Szenarist und Produzent, Boris Airapetjan, inszenierte die Oper "Norma" im Jahre 2002 für die Bühne der Jerewaner Nationaloper. Ein Jahr später wurde das Stück auf der neuen Bühne des Bolschoi Theaters aufgeführt. Die Bühneninszenierung der "Norma" wurde in fünf Kategorien für den nationalen Theaterpreis "Goldene Maske" nominiert.

    Die Verfilmung der Oper wurde in einer alten Kirche in Armenien gedreht, die die Römer zu Ehren ihrer Eroberungen errichtet hatten.

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