13:14 20 Juni 2018
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    Demnächst Filmfestival "Stalker" in Moskau

    MOSKAU (RIA Nowosti). Zwischen dem 10. und dem 17. Dezember wird in Moskau das in gewisser Hinsicht einzigartige Filmfestival über die Menschenrechte "Stalker" stattfinden. Auf dem Programm stehen 90 Spiel- und Dokumentarfilme. Die Hauptthemen sind die Rechte von behinderten und verwaisten Kindern, von Frauen und Flüchtlingen sowie Probleme, die mit Aids, Drogensucht und Terrorismus zusammenhängen.

    "Jede Möglichkeit, einen Menschen vor auf ihn einstürzendem Unglück zu schützen, das ist die Überaufgabe von ‚Stalker'", sagte Alexej Simonow, Jury-Vorsitzender des Festivals, gegenüber RIA Nowosti .

    Das Wort "Stalker" ist besonders seit dem Buch der Brüder Strugazki "Picknick am Wegesrande" bekannt, aber auch nach der Verfilmung des Buches durch Andrej Tarkowski, dessen Streifen gerade "Stalker" heißt. Der Held des Buches ist eine Art Führer durch eine geheimnisvolle Zone, die viele Gefahren in sich birgt, aber zugleich durch die Möglichkeit anzieht, sehnliche Wünsche erfüllt zu sehen.

    Wie Simonow erläutert, heiße das Festival "Stalker", "weil es diese Mission zu erfüllen versucht, zu der Erkenntnis dessen zu führen, was mit einem geschieht, zu der Erkenntnis, dass dein eigenes Unglück nicht das einzige ist. Gerade dieser Umstand bewegt einen dazu, mit einem anderen mitzufühlen, ihm zu helfen und sich Hilfe von ihm zu erhoffen."

    25 Jahre "Swjatoslaw Richters Dezemberabende"

    MOSKAU (RIA Nowosti). "Swjatoslaw Richters Dezemberabende", die nicht nur in Russland berühmt sind, begehen kurz vor Neujahr im Moskauer Puschkin-Museum für bildende Künste ihren 25. Jahrestag. Irina Antonowa, Direktorin des Museums, berichtet: "Zu verschiedener Zeit vereinigten sich dabei verschiedene Künste: Musik, Tanz, Theater und Malerei. Jedes Jahr haben die ‚Dezemberabende' ihr bestimmtes Thema, aber in diesem Jahr haben wir ein Jubiläum, und es wird kein einheitliches Programm geben. Wir bieten den Interpreten eine freie Wahl an. Jedes Kunstwerk wird ihre Gabe, ihre Hommage für die ‚Dezemberabende' sein."

    "Swjatoslaw Richters Dezemberabende. Museum und Musen" werden vom 1. bis zum 30. Dezember verlaufen. Am 29. November soll im Rahmen des Festivals die Ausstellung "Die Geige von Ingres. Zweite Berufung. 20. Jahrhundert" eröffnet werden. Gezeigt werden über 200 Arbeiten von 30 berühmten einheimischen und ausländischen Künstlern, die eine zweite Berufung haben, darunter vom hervorragenden Tänzer Wladimir Wassiljew, dem Drehbuchautor Tonino Guerra, den Schriftstellern Jean Cocteau und Henry Miller, dem Filmregisseur Wladimir Naumow und natürlich von Swjatoslaw Richter, der ein ausgezeichneter Maler war.

    "Kalaschnikows" in der Rüstkammer des Kreml

    MOSKAU (RIA Nowosti). Die Schatzkammer des Moskauer Kreml - die Rüstkammer - hat sich um Waffenmuster des legendären russischen Konstrukteurs Kalaschnikow bereichert. Seine einzigartige Sammlung schließt 18 Maschinengewehre und 8 Maschinenpistolen sowie drei Seitengewehre ein. Diese entwickelte Generalleutnant Michail Kalaschnikow (geb. 1919), als er Chefkonstrukteur für Schützenwaffen im Konzern ISCHMASCH war.

    Wie Jelena Gagarina, Generaldirektorin des Staatlichen kulturgeschichtlichen Museumsreservats "Moskauer Kreml", sagt, "haben Kalaschnikows Waffen in der Rüstkammer Russlands, in der Waffenmuster, Werke der besten Ingenieure und Meister der Welt, gesammelt und aufbewahrt werden, einen würdigen Platz gefunden". Gagarina findet, dass Kalaschnikows Werke nicht nur ein Ergebnis des ingnieurtechnischen Gedankens, sondern auch ein wichtiger Faktor der russischen Kultur sind.

    Die Rüstkammer bewahrt altertümliche Insignien, die Paradetrachten von Zaren und Zarinnen, die Gewänder von Hierarchen der Russisch-Orthodoxen Kirche und eine kolossale Sammlung von Gold- und Silberwerken aus den Werkstätten russischer Meister, ferner westeuropäische Kunstwerke aus Silber sowie zahlreiche Karossen auf.

    Im Museum sind beinahe 4 000 Denkmäler der dekorativ-angewandten Kunst Russlands sowie europäischer und orientalischer Länder vom 4. bis Anfang des 20. Jahrhundert vertreten.

    Michail Baryschnikow zeigt in Moskau seine Kunstfotos

    MOSKAU (RIA Nowosti). Eine Ausstellung von 30 Kunstfotos des hervorragenden Tänzers und Ballettmeisters Michail Baryschnikow unter dem Titel "Augenblicke" wird am 7. Dezember in Moskau eröffnet.

    Zuerst wurde sie in Sankt Petersburg, der Stadt, in der er seine Jugend verbracht hatte und Solotänzer des Kirow-Balletts geworden war, gezeigt.

    Als Kunstfotograf interessiert sich Baryschnikow gar nicht für jene Kunst, die sein Beruf ist. "Das Ballett umgibt mich mein Leben lang; interessanter ist es, den Rahmen des Alltäglichen zu sprengen", sagt er. Baryschnikow nimmt Genreszenen, Landschaften, Stillleben, bekannte und unbekannte Gesichter auf, wobei er Schwarzweiß vorzieht. Seine Fotos nennt er "einen spontanen visuellen Monolog über mein Leben, der möglicherweise intimer ist als das, was ich auf der Bühne mache".

    Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar 2006 geöffnet und wird dann nach Riga umziehen, in die Stadt, in der Baryschnikow 1948 geboren wurde und seine Kindheit verlebte. 1974 weigerte sich Baryschnikow während der Gastspiele mit der Truppe des Bolschoi-Theaters in Toronto (Kanada), in die UdSSR zurückzukehren, wobei er sich eher von künstlerischen als von politischen Motiven leiten ließ.

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