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    Studien zur georgischen Geschichte herausgegeben

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    TIFLIS, 29. Dezember (RIA Nowosti). Die Vertretung des Entwicklungsfonds "Kaukasisches Institut für Demokratie" in Georgien hat das Buch "Die Wahl des Zaren Irakli II., ein Blick aus dem 21. Jahrhundert" in georgischer und russischer Sprache herausgeben lassen. Der Band enthält Beiträge von sechs Autoren, die in dem vom Fonds ausgeschriebenen Wettbewerb gesiegt hatten.

    "Die beim Wettbewerb eingereichten Studien lassen darauf schließen, dass ein bedeutender Teil der georgischen Gesellschaft, insbesondere Intellektuelle, gutnachbarliche Beziehungen zu Russland wünschen", sagte die Direktorin der Vertretung und Redakteurin des Buches, Maja Nikoleischwili, bei einer Vorstellung des Bandes am Donnerstag, berichtet die Agentur "Nowosti-Grusia".

    "Heute, Jahrhunderte nach der Unterzeichnung des Vertrages von Georgijewsk auf Bitte des Zaren Georgiens, Irakli II., stehen wir erneut vor der Wahl. Die Frage, wie das Georgien von morgen werden soll, ist wieder aktuell", sagte die Leiterin der Vertretung.

    "Die guten Beziehungen zu Russland schließen solche Beziehungen zu anderen Staaten nicht aus, die ebenfalls gewisse Interessen in Georgien haben", sagte Nikoleischwili.

    Die georgische Vertretung des Fonds wurde am 31. Oktober 2005 mit dem Ziel eröffnet, freundschaftliche Beziehungen zu Russland anzubahnen und die Kontakte zwischen den Bürgern beider Länder in verschiedenen Bereichen wiederaufzunehmen.

    Der Vertrag von Georgijewsk wurde am 24. Juli (am 4. August nach dem Gregorianischen Kalender) 1783 signiert. Laut Dokument wurde das Königreich Kartli-Kachetien (Ostgeorgien) zu einem Protektorat des Russischen Reiches und übernahm die Verpflichtung, seine Außenpolitik mit dem Russischen Reich abzustimmen und ihm bei Kriegshandlungen beizustehen. Das Russische Reich garantierte seinerseits die Thronfolge in Kartli-Kachetien und die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des Königreichs. Es sicherte Militärschutz und Hilfe bei der Zurückgewinnung abgetrennter Gebiete zu.

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