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    Zeitgenössische Gemälde und Plastiken in der Tretjakow-Galerie

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Werke der zeitgenössischen Malerei und Bildhauerkunst präsentiert die Ausstellung "Die bewohnten Inseln. Malerei, Plastik. Ende des 20. - Anfang des 21. Jahrhunderts", die am Mittwoch in der Tretjakow-Gemäldegalerie in Moskau eröffnet worden ist.

    Neun Maler und sechs Bildhauer, allesamt international anerkannte Meister, sehr unterschiedliche, völlig selbständige Künstler, die eigentlich nur eins eint: Sie alle wurden Anfang der 50er Jahre geboren. Sie fingen in den 1980er Jahren an und sollten eigentlich der Generation der "Siebziger" folgen. Aber es kam anders. Die "Perestroika", der Zerfall der Sowjetunion und die Auflösung des Künstlerverbandes der UdSSR haben das Leben der russischen Kunst von Grund auf verändert.

    Die Angehörigen der Generation, die nicht mehr als "Achziger" in die Kunstgeschichte eingehen konnten, zeigen jetzt zum erstenmal ihre Arbeiten bei einer größeren, seriösen Ausstellung. Nicht von ungefähr wurden sie von der Autorin des Projektes Anna Namit und der Kuratorin des Programms, Ljudmila Marz, zusammengeführt. Sie bilden keine Künstlergruppe, sondern sind langjährige Gleichgesinnte, die einander respektieren und durch die Treue zur plastischen Schule und zum hohen Professionalismus miteinander verbunden sind.

    "Jeder von uns ist eine Insel, die ein lebendiges Bewusstsein, eine lebendige Seele und lebendige Empfindungen hat. Mit der Zeit wandeln wir uns in vielem. Nur eines bleibt unverändert - der Wunsch, sich in die Zuflucht des eigenen Schaffens zurückzuziehen, völlig allein auf der ganzen Insel zu bleiben und die eigene Zugehörigkeit zur großen, ewigen Welt zu spüren", sagt Iwan Lubennikow, einer der Teilnehmer der Ausstellung.

    Gezeigt werden insgesamt rund 70 Plastiken und etwa 90 Gemälde aus der Sammlung der Tretjakow-Galerie und aus eigenen Sammlungen von Autoren. Neben Arbeiten aus den 1980er Jahren sind auch solche zu besichtigen, die nach 2000 geschaffen wurden.

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