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    Afghanisches Ethnographiemuseum entsteht mit Hilfe russischer Wissenschaftler

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    MOSKAU, 14. Februar (RIA Novosti). In der afghanischen Provinz Herat soll mit Unterstützung russischer Wissenschaftler ein Geschichts- und Ethnographiemuseum entstehen.

    "Die Schaffung des Ethnographiemuseums in der Stadt Herat ist vor allem ein Bedürfnis des afghanisches Volkes und mit dem laufenden Wiederaufbau der Staatlichkeit von Afghanistan verbunden." Das sagte Michail Schwydkoi, Chef der Föderalen Agentur für Kultur und Filmwesen, am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

    "Die Schätze und Kulturwerte, die sich in Afghanistan befinden, sind Gemeingut der gesamten Weltkultur", so Schwydkoi.

    Im Auftrag der afghanischen Regierung stellen Mitarbeiter des Ethnographiemuseums von Sankt Petersburg seit 2003 einen Ausstellungsplan für das künftige Museum auf.

    Während ihrer letzten Expedition in Afghanistan, die im Dezember 2005 abgeschlossen wurde, hatten die russischen Wissenschaftler mit der Bildung der Museumssammlungen begonnen, denen afghanische Teppiche sowie Pferdegeschirr zugrunde gelegt werden.

    Das Museum wird in einem restaurierten Gebäude untergebracht, das auf die Zeit um das Jahr 1680 zurückdatiert wird. Das Wohnviertel, in dem sich das Museum befinden soll, vermittelt ein Bild "von der lebendigen ethnographischen Realität" des modernen Afghanistan, wo keine deutliche Grenze zwischen Stadt und Land gezogen werden kann.