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    Putin unterzeichnet Erlass zu Schostakowitschs 100. Geburtstag

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    MOSKAU, 14. Februar (RIA Novosti). Wladimir Putin hat einen Erlass "Über die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Dmitri Schostakowitschs" unterzeichnet. Das meldete der Pressedienst des russischen Präsidenten.

    Die russische Regierung hat den Auftrag, binnen zweier Monate ein Organisationskomitee für die Vorbereitung und Durchführung der Feierlichkeiten zu bilden sowie den Plan der wichtigsten Veranstaltungen zu bestätigen.

    Auch den Behörden der Mitglieder der Föderation werde empfohlen, daran teilzunehmen, heißt es in dem Erlass.

    Dmitri Schostakowitsch, einer der größten Komponisten, hervorragender Pianist, Pädagoge und Vertreter der Öffentlichkeit, wurde am 25. September 1906 in Petersburg geboren.

    1923 absolvierte er das Konservatorium als Pianist und 1925 als Komponist. Seine Diplomarbeit war die Erste Sinfonie, die den Weltruhm ihres Autors begründete.

    Nach der Ersten Sinfonie begann eine kurze Zeit von Experimenten und des Suchens nach neuen Ausdrucksmitteln in der Musik. Damals entstanden die Erste Klaviersonate (1926), das Klavierstück "Aphorismen" (1927), die Zweite Sinfonie ("Oktober", 1927) und die Dritte Sinfonie ("Perwomaiskaja", 1929).

    1934 wurde in Leningrad und Moskau Schostakowitschs Oper "Die Lady Macbeth von Mzensk" (nach Nikolai Leskow), später in "Katerina Ismailowa" umbenannt, inszeniert. In einem Artikel der Zeitung "Prawda", dem Zentralorgan der Kommunistischen Partei, wurde die Oper verrissen. Der Artikel hieß "Wirrwarr statt Musik". Worauf die meisten der von Schostakowitsch vor 1936 komponierten Werke praktisch aus den Theatern verschwanden.

    Die Oper "Katerina Ismailowa" wurde in der Heimat des Komponisten erst 1962 "rehabilitiert", in all den Jahren dazwischen stand sie in den Theatern von Stockholm, Prag, London, Zürich und Kopenhagen auf dem Spielplan.

    Während des Großen Vaterländischen Krieges (1941 - 1945) arbeitete Schostakowitsch bis Oktober 1941 im belagerten Leningrad und schrieb seine Siebente ("Leningrader") Sinfonie, die ein in Musik erschaffenes Ehrenmal für die Helden des Großen Vaterländischen Krieges wurde.

    Schostakowitsch schrieb 15 Sinfonien, die Opern "Die Nase", "Der Spieler", die Ballette "Der Bolzen" und "Das goldene Zeitalter", die Musikkomödie "Moskau - Tscherjomuschki", Filmmusiken zu 35 Streifen (u.a. "Das neue Babylon", "Die goldenen Berge", "Maxim-Trilogie", "Hamlet"), die Bühnenmusik zu den Theaterstücken "Die Wanze" (nach Majakowski) und "Hamlet".

    1954 wurde Schwostakowitsch der Titel eines Volkskünstlers der UdSSR verliehen, 1966 wurde er Held der Sozialistischen Arbeit. Er war Träger von Staatspreisen der UdSSR (1941, 1942, 1946, 1950, 1952, 1968), des Staatspreises der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (1974), des Sibelius-Preises, des Internationalen Friedenspreises (1954) sowie Ehrenmitglied von Akademien und Universitäten vieler Länder der Welt.

    Schostakowitsch verstarb am 9. August 1975 und wurde auf dem Nowodewitschi-Friedhof in Moskau beigesetzt.

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