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    Reliquie des Heiligen Johannes in Moskau zieht Hunderttausende an

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Novosti). Rund 150 000 Menschen haben sich bereits vor der rechten Hand von Johannes dem Täufer verneigt, die vor einer Woche von Montenegro nach Moskau gebracht worden und in der Erlöserkathedrale aufgebahrt ist.

    Die meisten Gläubigen, darunter Jugendliche, mussten 13 bis 14 Stunden Schlange stehen, um an den Schrein mit der Reliquie herantreten zu können.

    Wie der Chef des Sicherheitsdienstes der Erlöserkathedrale, Sergej Barinow, am Donnerstag im Gespräch mit RIA Novosti sagte, wurden allein am 14. Juni mehr als 30 000 Besucher vom Metalldetektor am Eingang zu dem Gotteshaus registriert.

    Das Heiligtum ist seit Montag rund um die Uhr für die Gläubigen zugänglich.

    Am Freitag mittag, nach einem Gebet des Patriarchen, wird die Reliquie das Gotteshaus verlassen. Ihre nächste Station ist Nischni Nowgorod.

    Die rechte Hand des Heiligen Propheten war im Jahre 1799 vom Maltesischen Orden, dessen Vorsteher der russische Zar Paul I. damals war, zusammen mit einem Teil des Kreuzes Gottes und der berühmten Gottesmutterikone von Filermo an Russland übergeben worden.

    Die Heiligtümer wurden bis zum Jahre 1919 im Petersburger Vorort Gattschina und späterhin in Sankt Petersburg aufbewahrt. In den damaligen Wirren wurden sie aus Russland ausgeführt und galten als verloren. Die rechte Hand von Johannes dem Täufer wurde erst im Jahre 1993 in Montenegro wieder entdeckt.

    Die Überführung der Reliquie vom montenegrinischen Kloster von Cetinje über die Zuständigkeitsgebiete der Russisch-orthodoxen Kirche war von der Hl.-Andreas-Stiftung initiiert worden. Die Aktion erfolgt mit dem Segen von Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland und von Patriarch Pavle von Serbien.

    Der weitere Weg der Reliquie führt über Tscheboksary, Jekaterinburg, Tscheljabinsk, Saratow, Wladikawkas, Rostow am Don, Minsk, Sankt Petersburg und Kiew. Nach einem fünftägigen Aufenthalt in der ukrainischen Hauptstadt werden die Gebeine am 16. Juli wieder nach Montenegro zurückgebracht.

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