SNA Radio
    Kultur

    Mit Kreuz und Gebet gegen Madonna

    Kultur
    Zum Kurzlink
    Madonna in Moskau (14)
    0 10

    Auf dem Moskauer Nowopuschkinski-Square findet gegenüber MacDonald's eine Kundgebung der rechtgläubigen Öffentlichkeit gegen Madonnas Konzert in Moskau statt.

    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Auf dem Moskauer Nowopuschkinski-Square findet gegenüber MacDonald's eine Kundgebung der rechtgläubigen Öffentlichkeit gegen Madonnas Konzert in Moskau statt.

    Wie der RIA Novosti mitgeteilt wurde, ist die Kundgebung genehmigt.

    Ein Korrespondent der RIA Novosti meldet: Die Anlage ist von der Miliz abgesperrt, auf dem Platz wehen schwarze Flaggen mit der Aufschrift "Bund der rechtgläubigen Kirchenfahnenträger", schwarze, mit einem goldenen Kreuz verzierte Flaggen mit den Worten: "Gott rette Russland", schwarzgelbweiße sowie schwarze Flaggen mit der Darstellung von Schädel und Knochen und der Aufschrift: "Mit Glauben an Gott: Freiheit oder Tod!"

    Die Anführer der Kundgebungsteilnehmer haben ein Plakat der amerikanischen Pop-Sängerin mehrmals mit einem Espenpfahl durchstochen, wonach sie die noch übrigen Papierfetzen demonstrativ zerrissen und zertraten. Sie stießen den "Kirchenfluch gegen alle Organisatoren der Abscheulichkeit" aus und wandten sich dem Gebet zu.

    "Wir haben eine neue heilige Inquisition erklärt, die gegen alle Schurken kämpfen wird, welche gegen Christus, die heiligen Symbole, die rechtgläubige Kirche kämpfen. Wir verlangen, Madonna die Einreise nach Russland zu verweigern", sagte Leonid Simonowitsch-Nikschitsch, der Organisator der Aktion und Leiter des Bundes der rechtgläubigen Bruderschaften.

    Für einen rechtgläubigen Christ ist das Kreuz das Werkzeug des großen Geheimnisses der Rettung eines Menschen vor Sünde und dem Tod. Indes verhöhnt die Pop-Diva, die sich ‚Madonna' nennt, gerade das Kreuz. Auf ihrem Konzert in Luschniki (hauptstädtisches Stadion) wird die Gotteslästerin, in einem Dornenkranz an einem Kreuz gleich Christus hängend, ihre Hits zum Besten geben. Diese Nummer heißt ‚Beichte' und gehört zum Programm. Nur logisch, dass gegen diesen Ekel nicht nur die gläubigen Christen, sondern auch alle normalen Menschen sind, welche sich die elementarsten Normen der Moral bewahrt haben", erklärte Valentin Lebedew, Vorsitzender des Bundes der rechtgläubigen Bürger.

    Der Leiter des Bundes "Christliche Wiedergeburt" Wladimir Ossipow bezeichnete Madonna seinerseits als "amerikanische Satanistin", eine "Vorbotin des Antichristen und Anti-Madonna", da alles, was die Sängerin tut, seinen Worten zufolge der Gestalt der Gottesmutter diametral entgegengesetzt ist.

    Ossipow fügte auch hinzu, dass die Dreistigkeit der Dame nur so weit reiche, die Kreuzigung und Jesus Christus zu verunglimpfen. "Hätte sie es einmal versucht, das mit der Religion der internationalen Bankiers zu tun, so hätte man gegen sie sofort eine Hetze veranstaltet und sie zurück auf den Strich geschickt", erklärte Ossipow.

    Die Teilnehmer der Aktion äußerten die Hoffnung, dass "es sich die Behörden noch anders überlegen" und das Konzert nicht zulassen und dass die Öffentlichkeit ihren Protest aktiver zum Ausdruck bringen werde.

    Die Organisatoren der Aktion hatten ein großes Kruzifix aus Holz, Ikonen und zahlreiche Kirchenfahnen mit der Darstellung des nicht von Menschenhand erschaffenen Christusbildes und der Darstellung der Gottesmutter mitgebracht. Einige Organisatoren kamen zur Kundgebung in Uniformen der serbischen Cetniki (Teilnehmer des rechtgläubigen antifaschistischen und antikommunistischen Widerstandes) aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges.

    Themen:
    Madonna in Moskau (14)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren