18:36 25 September 2018
SNA Radio
    Kultur

    Minister für Regionalentwicklung unterstützt interkulturellen Dialog

    Kultur
    Zum Kurzlink
    0 10
    NISCHNI NOWGOROD, 07. September (RIA Novosti). Wladimir Jakowlew, Minister der Russischen Föderation für Regionalentwicklung, vertritt die Meinung, dass Russlands kulturelle Mannigfaltigkeit ein überzeugender Beweis für die Möglichkeit und Effektivität der interkulturellen Zusammenarbeit ist.

    "Das polykulturelle Russland mit seinen jahrhundertealten Erfahrungen bei der Integration verschiedener Traditionen, Religionen und Kulturen widerlegt durch seine Geschichte das Konzept der ,Kollision der Zivilisationen'", sagte Jakowlew auf der internationalen Konferenz "Dialog der Kulturen und interkonfessionelle Zusammenarbeit", die am 7. - 9. September in der Wolgastadt Nischni Nowgorod stattfindet.

    Seiner Ansicht nach ist besagtes Konzept als Begründung der gegenwärtigen Instabilität und der Konturen der Zukunft unannehmbar.

    "Es liegt im Interesse von Europa und der ganzen Welt sowie aller kulturellen, technischen und religiösen Gemeinschaften, dass der Krieg der Zivilisationen nicht mehr als Faktor der politischen Mobilisation ausgenutzt, dass die Welt nicht mehr in ,Reine' und ,Unreine' geteilt wird und dass die zivilisationsbedingte Einstellung nicht Begriffe entstehen lässt wie Outsider-Länder, Achse des Bösen und Ähnliches", betonte der Minister.

    Angesichts der Globalisierung werden viele Probleme, die früher Probleme einzelner Staaten waren, heute global, sagte er.

    Die Missverhältnisse in der Wirtschaftsentwicklung der Länder hätten zur Folge, dass Millionen Menschen um der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen willen oft den Wohnort wechseln und emigrieren würden. Die meisten entwickelten Staaten von heute hätten im 20. Jahrhundert ihren monoethnischen Charakter endgültig verloren, seien heute polykulturell, und es ergäben sich ernste Probleme mit der Integration und Adaption der Einwanderer.

    "Die europäischen demokratischen Werte verlangen von uns nicht nur Achtung für die anderen Kulturen, sondern auch konkrete Handlungen im Dialog und in der Zusammenarbeit mit Vertretern dieser Kulturen", hob Minister Jakowlew hervor.

    Der religiöse Faktor gewinne an Wichtigkeit und bestimme in immer höherem Maße die beständige Entwicklung der Welt von heute, äußerte Jakowlew. Die Politisierung der Religion ziehe Konflikte nach sich, während der Einsatz ihres friedensdienlichen Potentials globale Gegenwartsprobleme lösen helfe.

    Der Minister fügte hinzu, dass Russland, gleich einigen anderen europäischen Ländern, den Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche aufrechterhalte, zugleich aber Kirchenwürdenträger weitgehend zur Teilnahme an Konsultationen und Erörterungen von aktuellen Fragen heranziehe.

    So wirke beim russischen Präsidenten ein Rat für das Zusammenwirken mit den religiösen Vereinigungen, dem die Leiter von Russlands größten religiösen Organisationen angehören. Ähnliche konsultative Organe seien bei den bevollmächtigten Vertretern des Präsidenten von Russland in verschiedenen Föderalen Bezirken gebildet worden, darunter auch im Wolgaland.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren