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    Buch über religiösen Extremismus in Ägypten verboten

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    KAIRO, 18. Oktober (RIA Novosti). Das neue Buch "Moderne Scheichs und die Industrie des religiösen Extremismus" des ägyptischen Autors Mohammed Fatuh ist verboten worden.

    Der Autor hatte die in den letzten Jahren in Ägypten immer populärer werdenden religiösen Führer und ihre Aufrufe zur Islamisierung kritisiert.

    Die Mitarbeiter des Verlagshauses, in dem die ersten 280 Exemplare des Buchs gedruckt wurden, waren unangenehm überrascht, als plötzlich Ordnungshüter in das Gebäude eindrangen und die gesamte Auflage beschlagnahmten, berichten arabische Medien. Ein Angestellter des Verlags wurde verhaftet.

    "Moderne Scheichs und die Industrie des religiösen Extremismus" ist ein 140-seitiger Sammelband von Artikeln. Einer von diesen Artikeln kritisiert die Scheichs, "die weltliche Anzüge tragen, Video-Unterrichte erteilen und sich mit ihren Anhängern in Fünf-Sterne-Hotels treffen." Der Autor beschuldigt sie der "Islamisierung der Wissenschaft". "Sie reden von "islamischen" Chirurgen und "islamischen" wissenschaftlichen Arbeiten, obwohl Wissenschaft in keiner Weise mit Religion zusammenhängen kann.

    Außerdem verspottet Fatuh islamische Führer, die behaupten, dass die "traditionelle islamische Kleidung vor Krebserkrankungen schützt." Im Juni 2006 wurde in Ägypten bereits das Buch des amerikanischen Bestseller-Autors Dan Brown, "Da Vinci Code", verboten. Die Behörden beschuldigten den Autor, das Christentum anzugreifen.

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