18:52 19 August 2017
SNA Radio
    Kultur

    Die Überreichen, die Geld zum Fenster hinauswerfen, sind eine Schande für Russland

    Kultur
    Zum Kurzlink
    0 4 0 0
    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Das Thema von Reichtum und Armut in Russland wird im Fokus des Weltweiten Russischen Volkskonzils sein, das am Montag eröffnet wird, teilte der Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad mit.

    Durch das Prisma dieses Themas wollen wir versuchen, die wirtschaftliche, politische und geistig-kulturelle Entwicklung unseres Landes zu betrachten, sagte der Metropolit in einem Interview für den russischen Nachrichtensender „Westi-24“.

    Zwischen Arm und Reich in unserem Land bestünden, setzte er fort, „enorme Disproportionen“. „Wenn unsere Superreichen das Geld zum Fenster hinauswerfen, ist das eine Schande für Russland. Doch außer dem Umstand, dass sie Russland vor der äußeren Welt schändlich kompromittieren, provozieren sie auch noch im Lande kolossale innere Spannungen. Man darf nicht den gleichen Fehler zum zweiten Mal zulassen. Denn es war schon so, dass die Konfrontation von Reichen und Armen den Konflikt der Revolution und des Bürgerkriegs hervorgerufen hatte“, erklärte der Metropolit. Die Reichen sollten verstehen, dass Reichtum nicht etwas ist, was sie nach Herzenswunsch und je nach Belieben verausgaben dürften.

    „Reichtum ist zugleich auch Verantwortung, Reichtum ist immer die Aufforderung, die Mittel mit Bedürftigen zu teilen“, sagte Kyrill.

    Er wies darauf hin, dass sich eine klare Antwort auf die Frage nach der Ursache der Armut des russischen Volkes schwer finden lasse. Russland sei, was seine Naturressourcen angehe, das reichste Land der Welt und gehöre zu den zehn aufgeklärtesten Staaten der Welt.

    „So ergebt sich die Frage: Ressourcen sind da, intellektuelle menschliche Ressourcen ebenfalls. Warum sind wir arm? Warum zählen wir bis heute zu den Entwicklungsländern?.. Das Konzil soll diese Frage beantworten helfen. Zugleich damit auch gewisse Konturen eines Nationalprojektes ziehen: Was unser Land in Zukunft darstellen, wie beschaffen seine nationale Idee sein soll, wohin wir zu gehen haben und was zu tun ist, um die Ergebnisse zu erreichen, von denen wir alle träumen“, sagte der Metropolit.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren