19:54 15 November 2018
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    Britisches Museum hält Rückgabe des Amudarja-Schatzes an Tadschikistan für unwahrscheinlich

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    LONDON, 05. April (RIA Novosti). Vertreter des Britischen Museums halten es für kaum wahrscheinlich, dass der Amudarja-Schatz an Tadschikistan zurückgegeben wird.

    „Die Situation mit diesem Schatz ist sehr kompliziert. Das Problem ist, dass niemand weiß, woher genau, aus Tadschikistan, Usbekistan oder Afghanistan, der Schatz stammt. Die Schätze tauchten auf indischen Basaren auf, und wir kauften sie dort. Und woher sie nach Indien kamen, weiß niemand genau“, sagte Hannah Bolton, Pressesprecherin des Museums.

    Sie betonte auch, dass die Gegenstände aus dem Amudarja-Schatz im altertümlichen Persien angefertigt wurden.

    „Der Schatz gehört zu den Glanzstücken unseres Museums, die Touristen interessieren sich sehr dafür. Fünf Millionen Menschen kommen jährlich, um ihn zu sehen. Und es kostet nichts, der Eintritt in unser Museum ist frei“, sagte Bolton.

    Das Britische Museum habe auch keine offizielle Anfrage aus Tadschikistan erhalten, sagte sie.

    „Bis eine offizielle Anfrage eintrifft, ist es zu früh, von etwas zu reden“, sagte die Pressesprecherin.

    Am Donnerstag hat der tadschikische Präsident Emomali Rachmonow erklärt, dass es notwendig sei, alles für die Organisation einer Ausstellung der Funde aus dem „Amudarja-Schatz“ in Tadschikistan und für ihre mögliche Rückkehr aus London in die Heimat zu tun.

    Der Amudarja-Schatz, auch bekannt als Oxus-Schatz, ist ein Fund aus goldenen und silbernen Gegenständen aus dem 4. bis 2. Jahrhundert v. u. Z., der 1877 vermutlich auf dem Territorium Tadschikistans (im Altertum Baktrien) entdeckt worden war. Unter anderem enthält der Schatz 1300 Münzen, Gefäße, Statuetten, Armreife und Medaillons. In den Gegenständen sind die Traditionen der Kunst aus dem Zeitalter der Achämeniden, der griechisch-baktrischen und der skythischen Kunst sichtbar.

    Die Gegenstände und Münzen des Fundes kamen Ende des 19. Jahrhunderts ins Britische Museum. Die Bauern, die den Schatz fanden, verkauften ihn an Kaufleute aus Buchara, und die verkauften ihn an Engländer in der indischen Stadt Rawalpindi.

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