06:33 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Kultur

    Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst zeigt eigene Geschichte

    Kultur
    Zum Kurzlink
    0 11
    BERLIN, 19. April (RIA Novosti). Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst, das ehemalige Museum der Kapitulation des faschistischen Deutschland, eröffnet am Donnerstag eine Sonderausstellung zur eigenen Geschichte.

    Wie ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung RIA Novosti mitteilte, wird die Ausstellung dem 40. Gründungstag des Museums gewidmet, das im Jahr 1967 im Gebäude eines ehemaligen Offizierskasinos eingerichtet wurde. An diesem Ort war am 8. Mai 1945 die Akte über die vollständige und bedingungslose Kapitulation des faschistischen Deutschland unterzeichnet worden.

    Laut dem Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurde das Museum nach dem Abzug der letzten Truppenverbände der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte aus Deutschland 1994 geschlossen. Die Mehrheit der Exponate wurde an keinem anderen Ort mehr gezeigt. Dabei handele es sich um überaus wertvolle Zeugnisse der deutschen und der Weltgeschichte, betonte er.

    Nach Vereinbarung zwischen der russischen und der deutschen Regierung sollte das Museum zum 50. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa wieder geöffnet werden, und zwar nicht als Gegenüberstellung des Siegers und des Besiegten, sondern als ein schmerzhaftes und zugleich notwendiges Gedenken beider Völker an den schrecklichen Krieg.

    Das Deutsch-Russische Museum öffnete am 10. Mai 1995 wieder seine Pforten. Die neue ständige Exposition umfasst neben alten Exponaten zahlreiche Gegenstände, Dokumente und Fotomaterialien aus den Kriegsjahren, die von Forschungseinrichtungen beider Länder und von Privatpersonen übergeben wurden.

    Im Museum werden auch Sonderausstellungen anlässlich einzelner Ereignisse des zweiten Weltkrieges, wissenschaftliche Konferenzen, Diskussionen und Lesungen veranstaltet sowie Konzerte gegeben und Filme vorgeführt.

    Die Sonderausstellung anlässlich der Geschichte des „Kapitulationsmuseums“ wird bis 8. Juli gezeigt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren