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    Metropolit Lawr, Ersthierarch der russischen Auslandskirche, in Moskau eingetroffen

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    Der Ersthierarch der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche, der Metropolit Lawr von Ostamerika und New York, ist in Moskau eingetroffen. Er wird am 17. Mai in der Erlöserkathedrale mit dem Patriarchen Alexi II. von Moskau und ganz Russland eine Akte über den kanonischen Verkehr signieren.

    MOSKAU, 15. Mai (RIA Novosti). Der Ersthierarch der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche, der Metropolit Lawr von Ostamerika und New York, ist in Moskau eingetroffen. Er wird am 17. Mai in der Erlöserkathedrale mit dem Patriarchen Alexi II. von Moskau und ganz Russland eine Akte über den kanonischen Verkehr signieren.

    Dieses Dokument soll die Einheit der russischen Kirche wiederherstellen, die vor 80 Jahren durch die Revolution von 1917, den Bürgerkrieg und die atheistische Macht der Bolschewiki zerstört wurde.

    Zusammen mit dem Metropoliten sind in der russischen Hauptstadt noch etwa 200 geistliche und weltliche Persönlichkeiten der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche angekommen, um an den Feierlichkeiten anlässlich der Wiedervereinigung teilzunehmen. Zu ihnen gehört auch der Erzbischof Kyrill von San Francisco und Westamerika.

    Etwas früher landete eine Maschine aus München mit einem Teil der offiziellen Delegation der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche in Deutschland. Ihr steht Mark, Erzbischof von Berlin und Deutschland sowie Großbritannien als Leiter der Kommission für die Verhandlungen mit dem Moskauer Patriarchat vor.

    Auf dem Flughafen wurden die Erzbischöfe aus dem Ausland von Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad, Vorsitzender des kirchlichen Außenamts des Moskauer Patriarchats, und Geistlichen der Russisch-Orthodoxen Kirche in Empfang genommen.

    Insgesamt werden an den beispiellosen kirchlichen Feierlichkeiten in Moskau sieben der 13 Hierarchen und an die 70 (rund ein Drittel) der Geistlichen sowie über 600 Laien der Auslandskirche teilnehmen. Gemäß der Akte über den kanonischen Verkehr mit dem Moskauer Patriarchat erklärt sich die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche „zu einem festen selbstverwaltenden Bestandteil der örtlichen Russisch-Orthodoxen Kirche“. Sie ist „selbstständig in Priester-, Aufklärungs-, Verwaltungs-, Wirtschafts-, Vermögens- und Zivilangelegenheiten, existiert hierbei in kanonischer Einheit mit der ganzen Vollständigkeit der Russisch-Orthodoxen Kirche“.

    Zugleich damit werden das Landes- und das Bischofskonzil der Russisch-Orthodoxen Kirche zur „höherstehenden Instanz der Kirchenmacht“ für die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche. Der Ersthierarch der Auslandskirche wird von ihrem Bischofskonzil gewählt und von dem Patriarchen von Moskau und ganz Russland sowie dem Heiligen Synod der Russisch-Orthodoxen Kirche bestätigt.

    Wie es in den im Herbst vom Synod der Auslandskirche veröffentlichten Erläuterungen zu der Akte heißt, büßt die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche mit dem Inkrafttreten ihren „provisorischen kanonischen Status, der durch die Existenz der gottlosen Macht in Russland bedingt war“ ein.

    Sobald der Akt unterzeichnet ist, werden die Geistlichen und Laien der Auslandskirche und des Moskauer Patriarchats gemeinsam die Eucharistie (Hl. Abendmahl) und andere Sakramente der Kirche vollziehen. Obwohl fern von Zuhause, werden die Gläubigen die Kirchen voneinander besuchen können.

    Die Liturgie, die nach Unterzeichnung der Akte erstmalig Patriarch Alexi und der Ersthierarch der Auslandskirche Metropolit Lawr gemeinsam zelebrieren werden, soll zum Symbol der Wiedervereinigung der Russischen Kirche und der Beendigung des Bürgerkrieges werden, der Anfang des vorigen Jahrhunderts das russische Volk gespalten hat.

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