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    Lennon-Witwe Yoko Ono zeigt „Odyssee einer Schabe“ in Moskau

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti). Das künstlerische Allroundtalent Yoko Ono, besser bekannt als Witwe von Beatle John Lennon, wird in Moskau eine neu überarbeitete Version ihrer Ausstellung „Odyssee einer Schabe“ präsentieren.

    Die Ausstellung erzählt die Geschichte über das Grauen einer Tyrannei aus der Sicht eines Insekts, die 2003 erstmals in New York gezeigt wurde.

    Passend zu Yoko Onos Großinstallation wird im Moskauer Museum für Orientalische Kunst eine Kammerausstellung veranstaltet - von der russischen Künstlerin Warwara Bubnowa (1886-1983), die in ihrer Jugend an den Ausstellungen der Künstlervereinigung „Karo-Bube“ teilnahm. Auch stand sie mit späteren Berühmtheiten wie Malewitsch, Filonow, Tatlin, Larionow und Gontscharowa in Kontakt und lebte später viele Jahre lang in Japan.

    Ihre jüngere Schwester Anna heiratete nämlich einen Japaner, einen Zoologiestudenten der St. Petersburger Universität, der Shunichi Ono hieß und Yokos Onkel war. 1922 besuchte Warwara mit ihrer Mutter ihre ältere Schwester Anna in Japan und blieb dort 36 Jahre. Während des Zweiten Weltkriegs hielten sie sich weiter in Japan auf, wobei sie Sowjetbürgerinnen blieben.

    Warwara Bubnowa lernte die Technik der japanischen Meister kennen und fing dazu ein Studium an der Schule für Angewandte Kunst in Tokio an. Sie wurde in Japan als Künstlerin bekannt und tat viel, um die Japaner mit der russischen Kultur vertraut zu machen. 1982 belohnte die japanische Regierung sie zur Anerkennung ihrer Verdienste mit einem Orden.

    „Ich war ein Teenager und verstand nicht viel und wir haben über nichts wirklich wichtiges gesprochen, doch meine Tanten haben mich sehr stark beeindruckt. Jetzt sind Warwaras Arbeiten für mich sehr interessant, und auch dass sie die Muse von Malewitsch war“, sagte Yoko Ono und kündigt an, die Ausstellung von Bubnowa bestimmt zu besuchen.

    Yoko Ono sagte auch, dass sie Ende der 80er Jahre einige Male in Moskau war und großen Gefallen an der Stadt fand. Doch die Arbeiten bringt sie zum ersten Mal mit.

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