20:44 15 November 2018
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    Sonderflugzeug bringt Gebeine des Apostels und Evangelisten Lukas nach Moskau

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    MOSKAU, 09. Juni (RIA Novosti). Eines der größten christlichen Heiligtümer, das Haupt des Apostels und Evangelisten Lukas, ist heute von einer Delegation der russischen Stiftung Sankt Andreas des Erstberufenen zum ersten Mal aus dem russischen Heiliger-Panteleimon-Kloster am Berg Athos (Griechenland) nach Russland gebracht worden.

    Das Haupt des Apostels wird nach einem Gottesdienst im Flughafen in die Christus-Erlöser-Kathedrale gebracht, wo es vom Patriarchen Alexi II. und Tausenden Gläubigen, die sich zum Nachtgottesdienst versammelt haben, in Empfang genommen wird.

    „Die Moskauer und die Gäste der Stadt werden acht Tage, vom 9. bis zum 17. Juni haben, um dieses große Heiligtum anzubeten“, sagte Patriarch Alexi II. in einer Ansprache an die Gläubigen.

    Das Haupt des Apostels Lukas steht bis zum 17. Juni von 6 bis 22 Uhr in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale zur Anbetung frei. Danach wird das Heiligtum mehrere andere russische, ukrainische und weißrussische Städte besuchen, und zwar Sankt Petersburg (17. bis 22. Juni), Kiew (22. bis 27. Juni), Saporoschje (27. bis 28. Juni), Krasnojarsk (29. Juni bis 1. Juli), Kemerowo (1. bis 3. Juli), Barnaul (3. bis 5. Juli), Wolgograd (5. bis 7. Juli), Elista (7. bis 8. Juli) und Minsk (8. bis 12. Juli).

    Der heilige Lukas wurde in der syrischen Stadt Antiochia geboren. Als er von der Lehre Christi hörte, begab er sich nach Galiläa und wurde zu einem eifrigen Jünger und zu einem der 70 Apostel. Christus hatte außer den 12 Aposteln noch 70 weitere gewählt. Sie begaben sich in die Städte, die Jesus mit den zwölf Jüngern besuchen wollte, und bereiteten die Menschen auf das Treffen mit dem Heiland vor. Der erste von den 70 Aposteln war Jakobus, der Bruder des Herrn.

    Laut dem Evangelium stand Lukas während der Kreuzigung Jesu unter den wenigen Getreuen abseits und sah zu. Nach der Auferstehung und der Entsendung des Heiligen Geistes an die Apostel bekam der Heilige Lukas die Gabe, Krankheiten zu heilen und böse Geister auszutreiben. Er wurde zum Gefährten des Apostels Paulus, der ihn als „Lukas, den Arzt, den Geliebten“ bezeichnete.

    In Rom schrieb der Apostel Lukas das Evangelium, das zusammen mit dem Matthäus-, Markus- und Johannesevangelium ins Neue Testament einging, und die Apostelgeschichte.

    Nach dem Zeugnis der altertümlichen Kirchenschreiber war Lukas auch der erste Ikonenmaler: Auf Wunsch der Christen malte er ein Abbild der Gottesmutter mit dem Jesuskind in den Armen. Laut Patriarch Alexi zeigte der Heilige somit, dass „der Sinn jeder Kunst die Erkenntnis der Seele und die Lobpreisung des Schöpfers“ sei.

    Nach dem Märtyrertod der Apostel Petrus und Paulus verließ der heilige Lukas Rom und predigte das Christentum weiter in Achaia (Griechenland), Libyen, Ägypten und Thebais (Oberägypten). Im Alter von 85 Jahren starb er dann selbst den Märtyrertod: Er wurde an einem Olivenbaum gekreuzigt.

    „Wenn wir das ehrenwerte Haupt des Apostels Lukas anbeten und ehren, müssen wir uns bewusst sein, dass der barmherzige Gott uns unsere Talente und geistigen Eigenschaften nicht dazu reichlich gibt, damit wir sie in Arroganz und eine Versuchung für unsere Nächsten verwandeln. Apostel Lukas zeigt uns ein Beispiel, wie ein Mensch mit allen seinen Kräften und Fähigkeiten zu Ehren Christi und zur Erlösung seiner Nächsten dienen kann“, sagte Alexi II.

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