22:02 15 November 2018
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    Russisch-Orthodoxe loben Ehrlichkeit des Kirchenverständnisses des Vatikans - „RBC Daily“

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    Die Katholische Kirche ist „die einzige von Christus erwünschte Kirche“, während die Russisch-Orthodoxe und die Protestantische Kirche „einen Mangel an Elementen aufweisen, die für die Katholische Kirche obligatorisch sind“.

    MOSKAU, 11. Juli (RIA Novosti). Die Katholische Kirche ist „die einzige von Christus erwünschte Kirche“, während die Russisch-Orthodoxe und die Protestantische Kirche „einen Mangel an Elementen aufweisen, die für die Katholische Kirche obligatorisch sind“.

    Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten 16-seitigen Dokument der Kongregation zur Glaubensdoktrin des Vatikans hervor, berichtet die Tageszeitung „RBC Daily“.

    Würdenträger der Russisch-Orthodoxen Kirche teilen zwar diesen Standpunkt des Heiligen Stuhls nicht, einige von ihnen betonten allerdings, dass sie dieses Dokument mit Dank - für die lang ersehnte Direktheit, Ehrlichkeit und Offenheit - aufgenommen haben.

    Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad, Vorsitzender des kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, stellte fest, dass diese Erklärung „dem interkonfessionellen Dialog nicht schaden wird“. „Wir sind zwar mit dieser Erklärung nicht einverstanden, sie enthält aber nichts Neues. Diese aufrichtige Erklärung ist aber viel besser als die so genannte Kirchendiplomatie.“

    „Vom Standpunkt eines russisch-orthodoxen Gläubigen gesehen, ist mir diese Erklärung des Vatikans sympathisch“, erklärte Diakon Andrej Kurajew, Professor der Moskauer Geistlichen Akademie, in der Zeitung. „Ein derartiges kirchliches Bewusstsein ist orthodox, mehr archaisch und traditionell.“ Nach seinen Worten rufen die Russisch-Orthodoxen bei ihren Dialogen mit den Katholiken sie dazu immer wieder auf, die Neuerungen aus der Epoche des späten Mittelalters und der jüngeren Zeit abzulegen und zu dem gesamteuropäischen Glauben des 1. Jahrtausends zurückzukehren. „Zweifellos führt Papst Benedikt XVI. einen ehrlicheren Dialog wie einige seiner Vorgänger“, meinte Andrej Kurajew.

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