21:39 23 November 2017
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    Kinofestival von Venedig will bis 2011 in neue Gebäude umziehen

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    VENEDIG, 01. September (RIA Novosti). Das Kinofestival von Venedig bekommt bis 2011 ein neues Gebäude anstelle des bereits stark veralteten Kinopalastes (Palazzo del Cinema), versprach der italienische Kulturminister Francesco Rutelli.

    "Sie können davon ausgehen, dass heute symbolisch der Grundstein für dieses Projekt, das so wichtig für Venedig und das Festival ist, gelegt wurde. Die Träume beginnen sich endlich zu erfüllen", sagte der Präsident der venezianischen Biennale, dessen Bestandteil des Festival ist, David Kroff.

    Das Festival von Venedig ist das älteste in Europa. Es wurde noch unter Mussolini ins Leben gerufen, anno 1932. Der Großteil der Gebäude, in dem die Vorführungen stattfinden, braucht eine Generalüberholung. Zudem reichen die vorhandenen Plätze und Säle für das alljährlich strömende Filmpublikum nicht aus.

    Das Problem verschärfte sich, als im vergangenen Jahr in Italien noch ein Internationales Festival der Klasse A eröffnete - der Kinofesttag in Rom (Festa del Cinema internazionale). Der Bürgermeister von Rom, Walter Weltroni, ein großer Liebhaber des Kinos, organisierte große Geldmittel für die Realisierung seines Projekts. Diese überschreiten das Budget des Festivals von Venedig um das Dreifache. Auf diese Art hat sich die Konkurrenz stark verschärft.

    Über die Notwendigkeit eines Umbaus wird seit langem gesprochen, allerdings fehlten bislang die Mittel. Dabei deutet bereits die Fassade des Kinopalasts, in dem die feierliche Vorführung der Premieren stattfindet, auf die notwendige Renovierung hin: Der Architekt und DesignerDante Ferretti hat die Fassade mit weißer Leinwand zusammengeschnürt, die von einem gigantischen Stahlball zerrissen wird. Dies ist ein Verweis auf das Finale des Films "Orchesterprobe" von Feerico Fellini, wo das Gebäude eingerissen wird.

    Gestern wurde endlich verkündet, dass die Regierung 20 Millionen Euro für den Bau eines neuen Palastes zur Verfügung stellt. Ein Grundstück wurde bereits gefunden. Allerdings werden die Gesamtkosten der Bauarbeiten auf 77 Millionen Euro geschätzt. Der Rest der Summe muss noch aufgetrieben werden. Wie dem auch sei, bereits zum Ende des Herbstes soll das Projekt fertiggestellt sein, die Arbeiten beginnen planmäßig im Sommer 2008. Fertiggestellt wird der neue Palast mit einer Gesamtfläche von 120 000 Quadratmetern dann bis 2010 oder 2011. Bis zum 68. Festival, im Herbst 2011 soll der Filmpalast auf jeden Fall bereits in Dienst gestellt sein.

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