22:21 20 November 2017
SNA Radio
    Kultur

    Russische Moslems beten im Fastenmonat Ramadan für Frieden und Stabilität

    Kultur
    Zum Kurzlink
    0 101
    MOSKAU, 13. September (RIA Novosti). Nach dem moslemischen Kalender hat mit dem Sonnenuntergang am Mittwoch der Fastenmonat Ramadan begonnen.

    „Während des heiligen Monats werden die Gläubigen den Allerhöchsten darum bitten, Frieden und Ruhe herunterzusenden. Das ist für uns am wichtigsten“, sagte der Vorsitzende des Rates der Muftis Russlands, Rawil Gainutdin, in einem Interview mit RIA Novosti.

    Die Stabilität in der russischen Gesellschaft verknüpft der Mufti mit der Wahl der Staatsduma im Dezember und des Präsidenten im März.

    Nach Ansicht des religiösen Würdenträgers würden „freie Wahlen in der freien Gesellschaft“ ein weiteres Mal demonstrieren, dass Russland „ein demokratisches Land im wahrsten Sinne des Wortes ist“.

    „Wir müssen an die bevorstehende verantwortungsvolle Zeitperiode ausgewogen herangehen, denn sehr vieles hängt davon ab“, sagte der Mufti.

    Auf die Tätigkeit der moslemischen Zentren in diesem Jahr eingehend, bemerkte Gainutdin, dass der Besuch von Mitgliedern des Rates der Muftis im Nordkaukasus in diesem Frühjahr sehr aufschlussreich war.

    „Wir haben Dutzende Treffen mit religiösen Würdenträgern und regionalen Verwaltungschefs durchgeführt“, so Gainutdin. „Im Nordkaukasus wird intensiv ein friedliches Leben aufgebaut, es werden nicht nur moslemische, sondern auch orthodoxe Gotteshäuser sowie zahlreiche Schulen und Krankenhäuser eröffnet.“

    Im Nordkaukasus gebe es wie auch in ganz Russland kein Verbot der Religionsfreiheit und keine Verfolgungen aus religiösen Gründen.

    Laut dem Mufti ist dieses Jahr mit der Eröffnung der Moskauer Hauptmoschee - des zentralen moslemischen Gotteshauses in Russland - verbunden. Die Stadt Moskau habe einen bedeutenden Beitrag zu dieser gottgefälligen Tat geleistet, so der Geistliche.

    „Im letzten Jahr wurden mit Unterstützung regionaler Behörden Hunderte von Moscheen in Tatarstan, Baschkortostan, in Wladimir und in den Gebieten Orenburg und Tscheljabinsk wie auch in anderen Regionen und Gebieten eröffnet“, fügte der Vorsitzende des Muftirates hinzu.

    Gainutdin verwies zugleich auf die Notwendigkeit, dem Fremdenhass und dem Nationalismus entgegenzuwirken. „Russland ist ein multinationales und multikonfessionelles Land. Hier leben nach wie vor Orthodoxe und Moslems Seite an Seite. Niemandem wird es gelingen, zwischen ihnen einen Keil zu treiben“, sagte der Geistliche.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren