16:11 20 November 2017
SNA Radio
    Kultur

    Orenburg feiert 90. Geburtstag des Antifaschisten Alexander Schmorell

    Kultur
    Zum Kurzlink
    0 4221
    ORENBURG, 13. September (RIA Novosti). In Orenburg (Südural) wird am Freitag der 90. Geburtstag von Alexander Schmorell, Mitglied der antifaschistischen studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, begangen.

    Das teilte ein Mitarbeiter des Ministeriums für Informationspolitik und Auswärtiges des Gebietes Orenburg RIA Novosti mit.

    Nach seinen Angaben wird im Nikolaus-Dom, der zentralen Russisch-orthodoxen Kathedrale des Gebietes, eine Trauermesse von Erzbischof Mark von Berlin und Deutschland zelebriert, der aus diesem Anlass nach Orenburg an der Spitze einer Delegation kommt.

    Auch sollen die Vorstandsmitglieder des Münchner Fonds „Weiße Rose“ Werner Rechmann und Winfried Vogel, der Leiter des Institutes „Weiße Rose“, Michael Kaufmann, und die Vorsitzende des Zentrums für russische Kultur in München, Tatjana Lukina, der Abordnung angehören.

    Alexander Schmorell wurde am 16. September 1917 in Orenburg als Sohn einer Russin und eines Deutschen geboren. Alexander wurde nach orthodoxem Ritus getauft. Als zweijähriges Kind verlor er seine Mutter, die an Typhus starb. Im Jahre 1921 zog die Familie Schmorell nach Deutschland um, wo ihre Verwandten lebten. 1937 wurde Alexander zum Wehrdienst eingezogen, er verweigerte aber den Eid auf Hitler. Später gründete Alexander Schmorell in der Universität München die illegale Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Am 13. Juli 1943 wurde er im Münchner Gefängnis Stadelheim mit der Guillotine hingerichtet.

    Sein Grab ist auf dem Friedhof, der an den Kirchenhof der Domgemeinde der Russisch-orthodoxen Auslandskirche in München angrenzt. Im Jahre 1999 wurde die aus Orenburg gebrachte Handvoll Erde am Grab des von den Hitlerfaschisten ermordeten Alexander Schmorell niedergelegt. Die Zeremonie fand im Beisein der Mitglieder der Domgemeinde statt.

    Vor seinem Tod hatte Alexander Schmorell den Angehörigen seinen letzten Wunsch ausgesprochen, nicht in Deutschland, sondern in seinem Heimatland Russland bestattet zu werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren