22:45 19 August 2017
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    Russlands Parlament berät über Rückgabe von Kirchen-Glasbildern an Deutschland

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    MOSKAU, 21. Januar (RIA Novosti). Die Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) erörtert am Freitag, dem 25. Januar, den Gesetzentwurf über die Rückgabe von sechs Kirchen-Glasbildern, die im Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion verbracht worden waren, an Deutschland.

    Das wurde beim Public-Relations- und Presseamt der Staatsduma mitgeteilt.

    Das Präsidium der Fraktion Geeintes Russland und der Duma-Ausschuss für Kultur haben empfohlen, das Dokument in erster Lesung zu billigen.

    Der Gesetzentwurf sieht die Rückgabe von sechs Glasbildern aus der Marienkirche von Frankfurt an der Oder vor, die gegenwärtig im Moskauer Puschkin-Museum für Bildende Künste aufbewahrt werden.

    Im Jahre 2002 waren bereits 111 Glasbilder, die ebenfalls aus der Marienkirche stammten und in der Ermitage in Sankt Petersburg (früher Leningrad) beherbergt waren, an Deutschland zurückgegeben worden. Späterhin wurden im Puschkin-Museum weitere sechs Glasbilder aus dieser Kirche entdeckt.

    Der Expertenrat der russischen Föderalen Agentur für Kultur und Filmwesen hat festgestellt, dass die Glasbilder zu den einzigartigen Kulturschätzen gehören und als historischer und künstlerischer Nachlass sehr wichtig seien.

    Entsprechend den russischen Gesetzen zählen diese Werke der Glasmalerei zu den Gegenständen, die im Zweiten Weltkrieg nur für religiöse Zwecke genutzt worden waren und nicht der Ideologie des „Militarismus und des Nazismus“ gedient hatten.

    Der Vorsitzende des Kultur-Ausschusses der Staatsduma, Grigori Iwlijew, hat dem Puschkin-Museum vorgeschlagen, die sechs Glasbilder zur Besichtigung freizugeben, bevor sie Russland verlassen werden.

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