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    Präsident Juschtschenko ruft gespaltene orthodoxe Kirchen in der Ukraine zum Dialog auf

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    MOSKAU, 22. Februar (RIA Novosti). Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat erneut dazu aufgerufen, einen Dialog zwischen den im Land tätigen orthodoxen Kirchen aufzunehmen.

    In einem Interview für RIA Novosti und den TV-Sender Russia Today äußerte Juschtschenko, dass Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland eine große Rolle in diesem Dialog spielen könnte.

    In der Ukraine war es Anfang 1990er Jahre, als die Ukraine Kurs auf den Aufbau eines unabhängigen Staates genommen hatte, zu einer kirchlichen Spaltung gekommen. Zurzeit sind im Land vier orthodoxe Kirchen tätig: die orthodoxen Kirchen des Kiewer und des Moskauer Patriarchates, die griechisch-katholische Kirche (die katholische Kirche des byzantinischen Ritus) und die autokephale orthodoxe Kirche.

    Nach Juschtschenkos Einschätzung gehören zehn Millionen Gläubige der Kirche des Kiewer Patriarchates und 8,5 Millionen Gläubige der Kirche des Moskauer Patriarchates an. Die restlichen zwei Kirchen vereinen insgesamt ca. 1,5 Millionen Gläubige.

    "Alle glauben an den einen Jesus Christus und leben mit dem einen Gott. Die Frage ist nur, auf welche Weise die optimalen interkonfessionellen Beziehungen per Dialog zu gestalten sind", sagte Juschtschenko.

    Der ukrainische Präsident hatte bereits früher den gleichen Appell an die ukrainischen orthodoxen Hierarchen gerichtet, fand jedoch kein Verständnis bei ihnen.

    Anfang 2007 hat die Bischofsversammlung der Ukrainischen orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchates die Leitung der orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchates "falsche Priester" genannt und Verhandlungen mit ihnen abgelehnt.

    Laut Juschtschenko hat die Vereinigung der Russisch-orthodoxen Kirche und der Russisch-orthodoxen Auslandskirche, die im Sommer 2007 den Akt über die kanonische Vereinigung unterzeichnet hatten, "ein gutes Beispiel" geliefert.

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