23:39 11 Dezember 2017
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    Vereinigung von Orthodoxie mit Schismatikern in Ukraine ist aussichtslos - Alexi II.

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Novosti). Die Versuche, die kanonische Ukrainisch-orthodoxe Kirche mit den Schismatikergruppen ohne deren Sündenbekenntnis zu vereinigen, sind zum Scheitern verurteilt.

    Das sagte Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland am Dienstag auf der Erzbischofsversammlung der Russisch-orthodoxen Kirche.

    Laut Alexi II. würde das Volk "eine derart künstlich geschaffene Kirche nicht unterstützen und es würde in der Ukraine zu einer neuen Drehung der Konfliktspirale zwischen den Glaubensgenossen kommen".

    Der Druck auf die Ukrainisch-orthodoxe Kirche zugunsten der Autokephalie (der Unabhängigkeit vom Moskauer Patriarchat) rufe bei vielen Erzbischöfen, Klerikern und Laien Besorgnis hervor, fuhr Alexi II. fort.

    "Das ist unter anderem aus zahlreichen Briefen ersichtlich, die mir aus der Ukraine gesendet werden und Tausende und aber Tausende Unterschriften tragen", sagte der Patriarch. Die Gläubigen würden bitten, die Einheit der Kirche zu schützen, auf die sie Wert legten und die sie auch unter den schwersten Umständen zu verteidigen bereit seien.

    Das Oberhaupt der Russisch-orthodoxen Kirche widmete in seiner Rede der Teilnahme von Vertretern der Staatsmacht der Ukraine an der Bereinigung der Kirchenprobleme besondere Aufmerksamkeit.

    "Ihre Beunruhigung über die Situation um die ukrainische Orthodoxie haben der Präsident, die Regierungsvorsitzende und andere ukrainische Offizielle bei ihren Treffen mit mir geäußert. Ihre Besorgnis teilend, habe ich dennoch nachdrücklich darauf verwiesen, dass eine Einmischung von Politikern in die kirchlichen Angelegenheiten unzulässig sei", sagte Alexi II..

    "Die Spaltung innerhalb der ukrainischen Orthodoxie war gerade infolge der Invasion des politischen Elements in das Kirchenleben entstanden", so der Patriarch.

    Wie er sagte, können die Staatsmachtorgane ihren Beitrag zur Lösung der Krisensituationen leisten und damit ihrer eigentlichen Bestimmung folgen und die Gesetzlichkeit wahren, indem sie unter anderem den Vollzug der Gerichtsbeschlüsse über die Rückgabe der entfremdeten Gotteshäuser an die Ukrainisch-orthodoxe Kirche sichern", sagte der Patriarch.

    Wie der Chef des Verwaltungsamtes des Moskauer Patriarchates, Metropolit Kliment von Kaluga und Borowsk, früher auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti gesagt hatte, sind die Erzbischöfe der Ukrainisch-orthodoxen Kirche, trotz des Strebens einiger Kräfte nach der Trennung von der Russisch-orthodoxen Kirche, auf die Erhaltung der Einheit der beiden Kirchen eingestellt.

    Der Erzbischofsversammlung der Russisch-orthodoxen Kirche wohnen ukrainische Hierarchen bei.