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    Denkmal für Admiral Koltschak soll in Sewastopol entstehen

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    SEWASTOPOL, 21. November (RIA Novosti). In der ukrainischen Stadt Sewastopol (Standort der russischen Schwarzmeerflotte) soll ein Denkmal für Admiral Alexander Koltschak, Polarforscher und Befehlshaber der Schwarzmeerflotte im Ersten Weltkrieg, aufgestellt werden. Koltschak hatte während des Bürgerkrieges eine führende Rolle in der antibolschewistischen Weißen Bewegung gespielt.

    Das erfuhr RIA Novosti vom Pressedienst der Stadtbehörde von Sewastopol.

    „Einer der Wohlhabenden der Stadt will Mäzen werden und die große Bedeutung der Stadt als Marinestützpunkt im Ersten Weltkrieg sowie des heroischen Befehlshabers der Schwarzmeerflotte hervorheben. Er ist bereit, die Arbeit am Koltschak-Denkmal und dessen Aufstellung zu finanzieren. Derzeit wird nach einem geeigneten Ort für das Monument gesucht, es werden Skizzen dazu gemacht“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

    Wie der Sewastopoler Kommunistenchef Wassili Parchomenko zu RIA Novosti sagte, wird das Denkmal bei den Stadtbewohnern widersprüchliche Reaktionen auslösen. Für die einen sei Koltschak ein Held und für die anderen ein Verräter, so Parchomenko. „Er hat sich in Sewastopol von seiner schlechtesten Seite gezeigt: Er flüchtete und ließ die Schwarzmeerflotte während der Kampfhandlungen im Stich.“

    Koltschak war im Juni 1916 zum Befehlshaber der Schwarzmeerflotte ernannt worden. Er stellte sein Talent als Flottenführer unter Beweis, sorgte für eine strenge Militärdisziplin und führte erfolgreiche Kampfhandlungen gegen deutsche Schiffe auf dem Schwarzen Meer. Nach der Februarrevolution (1917) musste Koltschak Sewastopol verlassen und nach Sankt Petersburg zurückkehren. Im Bürgerkrieg wurde er zu einer Führungsperson der Weißen Bewegung. Die antibolschewistische Regierung in Omsk verlieh Koltschak die Würde eines Oberregierenden Russlands. Koltschak wurde im Januar 1920 von den Bolschewiki in Irkutsk verhaftet und am 7. Februar erschossen.

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