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    Krakow-Retter aus Russland wird zum Filmheld

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    MOSKAU, 03. Februar (RIA Novosti). Ein Dokumentarfilm über den legendären sowjetischen Militäraufklärer Alexej Botjan, der die polnische Stadt Krakow während des zweiten Weltkriegs vor der Vernichtung bewahrt hatte, wird demnächst im russischen Fernsehen uraufgeführt.

    Wie Botjan in einem RIA-Novosti-Gespräch berichtete, hatte seine im Jahr 1994 nach Polen eingeschleuste Gruppe Informationen erhalten, wonach die Nazis im Jagiellon-Schloss bei Krakow ein riesiges Sprengstoff-Depot eingerichtet hatten, das für die Vernichtung mehrerer Städte in der Größenordnung Krakows ausreichen würde. Bei einer überraschenden Operation nahmen die Partisanen das Schloss ein und retteten damit die schöne polnische Stadt vor der Zerstörung.

    Der immer noch fidele Veteran feiert am 10. Februar seinen 92. Geburtstag. Als Geburtstagsgeschenk strahlt das russische Fernsehen an diesem Tag den Dokumentarfilm "Obersts Bojans Glück" aus, an dem die Titelfigur mitwirkt.

    Wie Sergej Iwanow, Sprecher des russischen Aufklärungsdiensts, in einem RIA-Novosti-Gespräch mitteilte, hatte seine Behörde das Filmprojekt unterstützt.

    Das wirkliche Schicksal Botjans war bis vor kurzem noch unbekannt, weil er nach dem Kriegsende weitere wichtige Aufklärungsaufträge zu erfüllen hatte. Erst im Mai 2007 erhielt er die höchste staatliche Auszeichnung - den Goldenen Stern des Helden Russlands - aus den Händen des Präsidenten

    Botjan war bereits vom bekannten Schriftsteller Juilan Semjonow in seiner Heimat berühmt gemacht worden: Auf Grundlage dessen Buchs wurde bereits in Sowjetzeiten die Fernsehserie "Major Wichr" gedreht, in dem es um die Rettung der polnischen Stadt Krakow vor der Vernichtung durch die deutsche Wehrmacht ging.

    Eine zentrale Rolle spielte dabei die nach Polen eingeschleuste sowjetische Partisanengruppe Botjans. Major Wichr, dessen Prototyp Botjan war, stirbt allerdings am Schluss der Fernsehreihe.

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