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    Treffen in Moskau: Orthodoxe Patriarchen auf Aussöhnungskurs? - „Rossijskaja Gaseta"

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    Der Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel ist am vergangenen Samstag zu einem offiziellen Besuch nach Moskau gekommen.

    MOSKAU, 24. Mai (RIA Novosti). Der Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel ist am vergangenen Samstag zu einem offiziellen Besuch nach Moskau gekommen.

     Wie die Zeitung "Rossijskaja Gaseta" am Montag schreibt, ist der Besuch ein „sehr wichtiges Ereignis", denn die zwei orthodoxen Kirchen - die größte Russische und das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, das aus historischer Sicht Führungsansprüche stellt - haben in den vergangenen zehn Jahren nicht immer freundschaftlich nebeneinander existiert.

    Zwischen den Kirchen kam es oft zu Widersprüchen. Doch die jüngsten Ereignisse zeugen davon, dass die Geschichte ihnen wohl eine Chance ermöglicht, ihre Beziehungen zu regeln. Anzeichen für eine Wende waren bereits während des Istanbul-Besuchs des Patriarchen Kyrill, Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, im vergangenen Jahr zu sehen. 

    In einem Pressegespräch nach der Ankunft im Moskauer Flughafen sagte Bartholomäus zum Ziel seiner Reise, er wolle auf diese Weise dem Istanbul-Besuchs des Patriarchen Kyrill „honorieren". Gleichzeitig segnete er die Russische Kirche, die er als „unsere Schwester und unsere Tochter" bezeichnete.

    Patriarch Kyrill sagte in Bezug auf die Dynamik der Beziehungen zwischen dem Moskauer und dem Konstantinopel-Patriarchat, es gehe „nicht nur um den Austausch der Brüder-Besuche, die natürlich auch sehr wichtig sind." Von großer Bedeutung seien auch „konkrete Vereinbarungen, die allen orthodoxen Kirchen ein zunehmend engeres Zusammenwirken erlauben, insbesondere bei der Lösung von Problemen, die auf der Tagesordnung der orthodoxen Beziehungen stehen", unterstrich er.

    Der aktuelle Besuch des Patriarchen Bartholomäus ist sein sechster Besuch im Zuständigkeitsbereich der Russischen Orthodoxen Kirche und sein dritter Besuch in Moskau.

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