00:21 14 Dezember 2018
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    Patriarch Kyrill kritisiert „Abbau des religiösen Bewusstseins in Europa“

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    Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland appelliert an den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff, die „Präsenz der christlichen Werte“ in der Öffentlichkeit zu verteidigen.

    Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland appelliert an den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff, die „Präsenz der christlichen Werte“ in der Öffentlichkeit zu verteidigen.

    Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche zieht dabei Parallelen zwischen dem modernen Europa und der Sowjetunion. „Die russische Kirche hat jahrzehntelang in einem Staat existiert, wo der Atheismus als offizielle Ideologie galt… Das religiöse Leben war aus dem Gesellschaftsraum verdrängt… und konnte sich ausschließlich im engen Rahmen des reinen Privatlebens beziehungsweise Familienlebens manifestieren“, sagte das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche am Mittwoch in seinem Moskauer Amtssitz bei einem Treffen mit Wulff, der sich seit Montag zu einem offiziellen Besuch in Russland aufhält.

    Zur Sowjetzeit sei die Religion eine Herausforderung an die offizielle Ideologie gewesen und habe im Widerspruch zu den im Menschenbewusstsein dominierenden philosophischen Systemen gestanden, so Kyrill. Der Patriarch ist darüber besorgt, dass gegenwärtig in vielen Ländern, darunter in Westeuropa, etwa das Gleiche geschehe. „Es wird nicht direkt gefordert, für eine lichte Zukunft die christliche Präsenz aus der Öffentlichkeit zu verbannen.“ Die Forderung laute anders: „Der Menschenrechte willen müssen Kreuze aus Schulen und die Religion aus der Öffentlichkeit verbannt werden.“

    Kyrill dankte dem deutschen Staat für sein Engagement für „die Präsenz der christlichen Werte in Europa“. „Ich bete dafür, dass es auch so weitergeht“. Philosophische Systeme kommen und gehen, aber der christliche Glaube bestehe seit 2000 Jahren. Er habe die geistige und kulturelle Grundlage Europas geschaffen, so der Patriarch.

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