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    Neue archäologische Funde in Mongolei zeugen von Frühsteinzeit-Bewohnern

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    Russische Archäologen haben im Rahmen einer internationalen Expedition in der Mongolei drei Lagerplätze von Urmenschen aus dem Paläolithikum entdeckt.


    Russische Archäologen haben im Rahmen einer internationalen Expedition in der Mongolei drei Lagerplätze von Urmenschen aus dem Paläolithikum entdeckt.

    Das teilte Alexander Popow,  Leiter des Museums für Archäologie und Ethnographie an der russischen Fernöstlichen Universität, RIA Novosti am Freitag mit. Ihm zufolge sind die Funde im Talbor-Tal in der Nordmongolei nach vorläufigen Schätzungen 12 000 bis 40 000 Jahre alt. Eine genauere Altersbestimmung sei erschwert, da die Denkmäler mehrere Schichten aufweisen und aus verschiedenen Epochen stammen, sagte der Museumsleiter.

    Unter den freigelegten Gegenständen befinden sich Waffen aus Stein, Teile von Schmuck aus Knochen und Reste von Straußeneierschalen. Laut Popow sprechen diese Artefakte dafür, dass die Natur- und Klimaverhältnisse in dieser Region in den prähistorischen Zeiten anders gewesen seien als heute. Manche Funde, etwa Wildtierknochen und Steine rund um uralte Feuerstellen, zeugen davon, dass das Gebiet um den Talbor-Fluss von Jägern bewohnt wurde.

    „Die Freilegung von archäologischen Stätten aus dem Paläolithikum ist schwierig und erfordert akribische Arbeit. Denn die Verschiebung auch nur um einen Zentimeter kann bei der Altersbestimmung eine Verschätzung um 10 000 Jahre zur Folge haben“, sagte der Wissenschafter.

    „Die Arbeit an den ‚neuen’ Stätten in der Mongolei hat eben erst begonnen und wir hoffen, dass sie in der nächsten archäologischen Saison fortgesetzt wird“, so Popow.

    An der internationalen Expedition in der Mongolei nehmen russische Archäologen aus Nowosibirsk und Wladiwostok sowie ihre Kollegen aus der Mongolei und Japan teil.


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