03:02 15 November 2018
SNA Radio
    Kultur

    Solschenizyns „Archipel Gulag“ erscheint in Russland gekürzt als obligatorische Schullektüre

    Kultur
    Zum Kurzlink
    0 10

    Das einst in der Sowjetunion verbotene Werk von Alexander Solschenizyn „Archipel Gulag“ erscheint nun in gekürzter Fassung, denn es gehört seit einem Jahr zur obligatorischen Lektüre in den russischen Schulen. Am Donnerstag stellte die Witwe Natalia Solschenizyna die gekürzte Version des Mammutwerkes vor.

    Das einst in der Sowjetunion verbotene Werk von Alexander Solschenizyn „Archipel Gulag“ erscheint nun in gekürzter Fassung, denn es gehört seit einem Jahr zur obligatorischen Lektüre in den russischen Schulen. Am Donnerstag stellte die Witwe Natalia Solschenizyna die gekürzte Version des Mammutwerkes vor.

    „Es ist notwendig, dass die Menschen nach dem Schulabschluss wissen, was in unserem Land passiert ist. Das es nicht einzelne Episoden waren, sondern dass die Menschen rund um die Uhr dahingemäht wurden“, sagte Natalia Solschenizyna bei der Präsentation des Buches.

    Laut ihr begann Solschenizyn selbst das Buch zu kürzen. „Es fiel ihm als dem Vater seines Kindes aber sehr schwer und hat ihm weh getan“, sagte sie. Deswegen habe sie diese Aufgabe komplett übernommen.
    Der erste Band des Anti-Stalin-Buches des späteren Literaturnobelpreisträgers Alexander Solschenizyn (1918-2008) wurde 1973 in Paris herausgegeben. In der Sowjetunion war das Werk lange verboten. Erst 16 Jahre später wurde „Der Archipel Gulag“ in der Sowjetunion veröffentlicht und der Vorwurf des Hochverrats gegen den Autor aufgehoben.
    Das Bildungsministerium Russlands hat „Den Archipel Gulag“ im September 2009 ins obligatorische Schulprogramm aufgenommen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren