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09:02 19 Oktober 2019
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    Hatte Jesus eine Ehefrau? Papyrus-Fund heizt Debatte um Privatleben von Erlöser neu an

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    Ein Fragment eines altkoptischen Manuskriptes, in dem die angeblichen Worte Jesu Christi „meine Frau“ enthalten und ein weiblicher Apostel erwähnt ist, wurde am Dienstag in den USA präsentiert, schreibt die Zeitung „New York Times“ auf ihrer Webseite.

    Ein Fragment eines altkoptischen Manuskriptes, in dem die angeblichen Worte Jesu Christi „meine Frau“ enthalten und ein weiblicher Apostel erwähnt ist, wurde am Dienstag in den USA präsentiert, schreibt die Zeitung „New York Times“ auf ihrer Webseite.
     
    Der Papyrus-Fetzen mit acht Zeilen eines frühchristlichen Psalms, einschließlich der Jesus untergeschobenen Worte, wurde von Karen King, Professorin an der Theologischen Schule der Universität Harvard, vorgestellt. 
     
    „Jesus sagte zu ihnen: ‚Meine Frau’“ und „Sie wird fähig sein, mein Apostel zu werden“ zitiert die Zeitung die ins Englische übersetzten wichtigsten Auszüge aus dem Dokument. 
     
    Laut christlicher Überlieferung wählte Jesus zuerst zwölf Jünger aus, die er Apostel nannte, und dann noch 70 Engvertraute, die ebenfalls als Apostel galten. Wie Apostel Paulus berichtet, hatte Jesu zum Zeitpunkt seiner Kreuzigung schon mehr als 500 Anhänger.
     
    Viele der frühchristlichen Texte waren von Kopten - ägyptischen Christen - auf Papyrusblätter niedergeschrieben worden. Die Herkunft des sensationellen Papyrus-Fragmentes und der Name seines Besitzers werden geheim gehalten. Laut ersten Experteneinschätzungen handelt es sich möglicherweise um ein echtes historisches Dokument.  
     
    „Obwohl viele Fragen noch ungeklärt sind, kann der Fund erneut eine Debatte darüber entfachen, ob Jesus verheiratet und Maria Magdalena seine Ehefrau war und ob sich eine Frau unter den Aposteln befand“, schreibt „New York Times“. 
     
    Den neutestamentlichen Evangelien zufolge war Maria Magdalena eine treue Anhängerin von Jesus Christus, sie folgte ihm überall hin, war bei seiner Kreuzigung und beim Begräbnis dabei und war Zeugin seiner Auferstehung. Maria Magdalena, die Jesus von sieben bösen Dämonen geheilt haben soll, wird in der orthodoxen Tradition nur als Salbölträgerin verehrt. Die katholische Kirche hatte Maria Magdalena lange Zeit mit einer büßenden Sünderin und mit Maria von Bethanien gleichgesetzt. 
     
    Die wissenschaftliche Vermutung, das Jesus Christus verheiratet gewesen sein könnte, kann eine negative Reaktion der Römisch-Katholischen Kirche auslösen, die für die Kirchendiener den Zölibat verschreibt, so „New York Times“. 

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