22:47 21 Juli 2018
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    Patriarch Kyrill prangert religiösen Extremismus an

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    Der religiöse Extremismus ist „ein Gemisch von satanischem Hochmut und tiefer Unwissenheit“, wie Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland in einem Osterinterview für RIA Novosti sagte.

    Der religiöse Extremismus ist „ein Gemisch von satanischem Hochmut und tiefer Unwissenheit“, so Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland in einem Osterinterview für RIA Novosti.

    „Der Extremismus, der den Glauben ausnutzt, ist ein scheußliches Gemisch von satanischem Hochmut und tiefer Unwissenheit. Eine Radikalisierung bedeutet immer eine Simplifizierung der Glaubenslehre, eine Verschiebung von Ansichten aus der geistigen Sphäre in die Politik. Ein religiöser Extremist sucht überall, auch unter seinen Mitbrüdern, nach Feinden“, so der Kirchenvorsteher.

    Der Patriarch führt nach eigenen Worten bei Treffen mit den Oberhäuptern der traditionellen Religionen „eine Linie der friedlichen Koexistenz fort, die sich in unserem Land herausgebildet hat, das reich an unschätzbaren Jahrhunderte alten Erfahrungen bei einem konfliktlosen Leben von Angehörigen unterschiedlicher Nationen und Glaubensbekenntnisse ist“.

    „Wir trauern um die in unserem Land getöteten hohen Vertreter des traditionellen Islam. Sie waren Patrioten, auf deren aufopfernder Arbeit der interreligiösen Frieden in Russland beruht“, betonte der Patriarch.

    Auf die zunehmende Zahl der moslemischen Migranten angesprochen, die aus Nachbarländern nach Russland kommen, sagte Patriarch Kyrill, es handle sich vorwiegend um Menschen, die in eine schwierige Lebenssituation geraten seien. Viele von ihnen würden getrennt von ihren Familien leben, um Geld zu verdienen. „Die Verachtung ihnen gegenüber ist eines Christen unwürdig“, so Patriarch Kyril. Er verwies zugleich auf die Bedrohungen, die „eine unkontrollierte Migration“ in sich birgt.

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