08:27 12 Dezember 2018
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    Goebbels-Roman in Russland erschienen – Rabbiner spricht von „Zeitbombe“

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    Die Herausgabe von Werken der Ideologen aus Nazi-Deutschland ist im modernen Russland unzulässig und könnte vor allem den Jugendlichen, die sich in Geschichte nicht auskennen, schaden, so der Vorsitzende des Kongresses der jüdischen religiösen Organisationen und Vereinigungen Russlands, Rabbiner Sinowi Kogan, am Montag in Moskau zu RIA Novosti.

    Die Herausgabe von Werken der Ideologen aus Nazi-Deutschland ist im modernen Russland unzulässig und könnte vor allem den Jugendlichen, die sich in Geschichte nicht auskennen, schaden, so der Vorsitzende des Kongresses der jüdischen religiösen Organisationen und Vereinigungen Russlands, Rabbiner Sinowi Kogan, am Montag in Moskau zu RIA Novosti.

    Laut Medienberichten hatte der russische Verlag „Algoritm“ den ersten und einzigen Roman von Joseph Goebbels, dem Hauptpropagandisten des Dritten Reichs aus der nächsten Umgebung von Adolf Hitler, in russischer Sprache herausgegeben. Der 1923 geschriebene Roman „Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern“ war im Jahr 1929 beim Franz-Eher-Verlag in München erschienen. 

    „Die Redefreiheit und die fehlende Zensur sehen keineswegs die Veröffentlichung derartiger Romane vor. Goebbels, Hitler und deren Weggefährten wurden als Verbrecher verurteilt und die Herausgabe ihrer Werke ist eine Zeitbombe für den Frieden und die Eintracht in unserer Gesellschaft. Sie ist gegen die junge Generation und gegen all diejenigen gerichtet, die jetzt ins Leben treten“, so Kogan.

    „Personen wie Goebbels sind seit ihrer frühen Jugend Missgeschöpfe. Die neue Generation kennt sich kaum in Heimatgeschichte aus und die Herausgabe derartiger Bücher ist für die Jugend äußerst gefährlich“, ergänzte Kogan.

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