06:42 14 Dezember 2019
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    Situation in Odessa am 2. Mai 2014

    "Lauffeuer": Deutsche Film-Doku über Odessaer Brand-Tragödie in Moskau vorgestellt

    Agentur Odessa-Media
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    Der Dokumentarfilm "Lauffeuer" des deutschen Journalisten Ulrich Heyden ist am Freitagabend im Moskauer Hauptquartier der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya vorgestellt worden. Der Streifen ist der Tragödie am 2. Mai 2014 in Odessa gewidmet, bei der dutzende Menschen bei einem Brand im Gewerkschaftshaus ums Leben kamen.

    Der Tragödie war ein Zusammenstoß zwischen Anti-Maidan-Aktivisten und Nationalradikalen aus dem Rechten Sektor sowie Fußball-Hooligans vorausgegangen. Mehrere Dutzend Anti-Maidan-Demonstranten fanden ihren Tod im Gewerkschaftshaus, das in Brand gesteckt wurde.

    Der Filmautor versucht mit seinem Film eine unabhängige Recherche und deckt einige bisher nicht bekannte Fakten auf. Außerdem enthält der Streifen zahlreiche Zeugenaussagen von beiden Konfliktseiten.

    Der Film war im Februar in Berlin uraufgeführt worden. Die Zuschauer nahmen ihn wohlwollend auf, in den Medien fand aber die Premiere so gut wie kein Echo. Auch Angebote vom deutschen Fernsehen, "Lauffeuer" auszustrahlen, blieben aus.

    Der Filmautor verhehlte nicht seine Verwunderung über diese Reaktion und meinte, dass solche Dokumentarfilme in Deutschland sonst aktiv gezeigt werden und großes Interesse hervorrufen. Nach seinen Schätzungen würden sich "30 Prozent der Deutschen" den Streifen gern anschauen, weil die deutsche Öffentlichkeit noch offene Fragen zu dem damaligen Vorfall in Odessa habe.

    Demnächst will Heyden den Film mit Untertiteln in mehreren Sprachen versehen und im Internet zum freien Anschauen vorlegen. Außerdem habe er bereits Einladungen zu Veranstaltungen in mehreren deutschen Städten bekommen, bei denen die Situation in der Ukraine diskutiert werden soll.

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    Tags:
    Lauffeuer (Film), Rossiya Segodnya, Ulrich Heyden, Berlin, Ukraine, Deutschland, Moskau, Odessa