12:01 17 Januar 2017
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    Sammlung der Ausstellungsexemplare „Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres“

    Niederländisches Gerichtsurteil: Krim-Gold geht an die Ukraine

    © AP Photo/ Peter Dejong
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    Das Bezirksgericht Amsterdam hat entschieden, die aus Museen der Krim stammende Sammlung der Ausstellungsexemplare „Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres“, bekannt als „Krim-Gold“ oder „Skythen-Gold“, der Ukraine zu geben. Dies meldet die Agentur Reuters am Mittwoch.

    Es soll sich um mehr als 500 archäologische Exponate handeln. Ihr Wert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

    Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass die Krim kein Staat sei und ihr Recht auf die Kunstobjekte nicht geltend machen könne. Somit müsse die Entscheidung, wem die Artefakte zurückzugeben seien, ein ukrainisches Gericht treffen, sobald sich diese Objekte auf dem Territorium der Ukraine befänden.

    Die Skythen-Gold-Sammlung aus vier Museen der Krim war im Februar 2014 — kurz bevor sich die Halbinsel mit Russland wiedervereinte- zur Ausstellung „Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres“ in das Allard Pierson Museum – das archäologische Museum der Universität von Amsterdam – gebracht worden. Insgesamt umfasst die Sammlung etwa 2.000 Artefakte, darunter solche, die in der Welt nicht ihresgleichen haben.

    Sammlung der Ausstellungsexemplare „Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres“
    © AP Photo/ Allard Pierson Museum
    Sammlung der Ausstellungsexemplare „Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres“

    Nach langwierigen Verhandlungen hatten die Krim-Museen auf dem Gerichtswege gefordert, dass die niederländische Seite ihren vertraglich festgelegten Verpflichtungen nachkommt und ihnen die Exponate zurückgibt. Das Bezirksgericht Amsterdam hatte den Fall im Oktober verhandelt.

    Das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Krim, Sergej Aksjonow, erklärte, dass die Krim, sollte das Gericht die Seite der Ukraine einnehmen, fortfahren werde, um die Skythengold-Sammlung zu kämpfen.

    Nach dem nationalistischen Umsturz in Kiew im Februar 2014 hatten sich die Bewohner der Krim bei einem Referendum für die Eingliederung der Halbinsel in den Bestand Russlands ausgesprochen. Moskau befürwortete dies.

    Der Westen und ebenso die Ukraine haben dieses Referendum und die Aufnahme der Krim in den Bestand Russlands nicht anerkannt, was die Beziehungen seitdem stark belastet.

    Zum Thema:

    Putins Beauftragter über ausgestelltes Skythengold: Schätze gehören auf die Krim
    Tags:
    Skythen-Gold, Niederlande, Krim, Russland, Ukraine
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    • Stresstest "Großraum Krefeld"Antwort anUllrich Heinrich(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ... @Ullrich Heinrich, auch mit "Kompass" als Avatar biste orientierungslos geblieben.
    • HSV FanAntwort anTesla(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Tesla,
      "Marine Le Pen ist dagegen nur eine liebe Französin.."
      Sicher doch, das sie eine Rassistin und Neofaschistin ist kommt dir nicht in den Sinn?
    • HSV FanAntwort anStresstest "Großraum Krefeld"(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Stresstest "Großraum Krefeld",
      Du solltest deinen "Stress" mit Joggen abbauen und nicht mit sinnfreien Kommentaren.
    • arettig_m62
      Die Frage ist ganz einfach - wenn der Leihvertrag über die Kunstschätze mit den jeweiligen Museen geschlossen wurde, müssen die Gegenstände wieder an das entsprechende Museum zurückgegeben werden. Dabei ist schlichtweg egal, wer der Eigentümer bzw. Verwalter des jeweiligen Museums ist bzw. die Frage, ob es einen Wechsel in der Eigentümer-/Verwalter-/Trägerschaft gegeben hat, vollkommen gegenstandslos.
      Alles andere ist politisch motivierte Rechtsbeugung!
    • ropri
      Nachtigall ick hör dir trapsen! - Wenn dieses Gold an die Ukraine geht, stehen schon andere Staaten mit ausgestreckter Hand da, die alle vom Gold ein bißchen abhaben wollen. Man hat viel in die Ukraine investiert, soll doch unterm Strich auch was rauskommen...
      Da ist es allzu vorhersehbar, daß Brüssel so und nicht anders entscheidet.l
      Nur ist Brüssel zum Glück nicht der Nabel der Welt!
    • zimbo
      Hauptsache d9ecKrim ist dem Faschismus entkommen.
    • TeslaAntwort anHSV Fan(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      HSV Fan,
      Wenn Marine Le Pen dir und deines gleichen nicht gefällt, dann kann sie absolut nichts mit Neofaschismus zu tun haben.

      Ja, sie ist eine Konservative aber keine Faschistin, denn wenn sie eine Faschistin wäre, dann würdest du sie genau so vergöttern, wie die Neocons in den USA und die Fascho Vollpfosten in der Ukraine.
    • hihardtAntwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor,
      das ist eine sehr schwierige Rechtsfrage, deren Basis in der angeblich "völkerrechtswidrigen Annexion der Krim" angesiedelt ist. Ist die Leihgabe "Staatseigentum" oder Eigentum der Museen, aus der sie stammt.
      Ich werde mich bemühen, mit Prof. Gerhard Merkel, Hamburg, Kontakt aufzunehmen, der sich seinerzeit sehr intensiv mit der Frage der "Annexion oder Sezession" der Krim beschäftigte und die "völkerrechtswidrige Annexion" verneinte. Die Rechtslage interessiert mich selbst sehr.
    • billyvorAntwort anhihardt(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt,
      Ja, interessant dürfte das schon sein. Geben Sie mal Laut, wenn Sie seine Ansicht vorliegen haben.

      Nur: ich bezweifle nach wie vor - nein, ich bin mir sicher -, dass das Amsterdamer Museum keine Minute gezögert hätte, die Stücke nach Ablauf der Leihfrist herauszugeben, wenn es sich nicht gerade um die Krim gehandelt hätte.
      Die ganze Sache ist nicht koscher, genauer: Sie stinkt zum Himmel !
    • rikasulke
      "Bezirksgericht aus Amsterdam!"!!! Einfach zum Totlachen! Es geht hier nicht
      um die endgültige Kompetenz und Zuständigkeit, sondern darum, dass ein
      "Bezirksgericht aus Amsterdam!" die "Russische Föderation" verarscht und
      für blöde hält und diese vor aller Welt denunziert! Ein Käse-Kopf verarscht
      einen ausgewachsenen Grislibär!
      Ohne ein Rechtswissenschaftler zu sein, sagt jeder normale Menschenverstand,
      dass das Material dort hin gehört, wo seine Fundstätte war!
      Die RF ist gehalten, mit den Holländern einmal Fraktur zu reden!
    • rikasulke
      Zu sagen sei noch und hinzugefügt, dass die Skythen lange vor unserer Zeit-
      Rechnung lebten und deutlich mehr kulturelle und zivilisatorische Errungen-
      schaften hatten, als der heutige Pöbel! Desweiteren gab es weder einen
      Ukrainer, geschweige eine Ukraine oder einen Hauch von Zivilisation! Das
      Material muss zurück zu den Ausgrabungsstätten!
    • rikasulkeAntwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor, Sie begreifen die Situation sehr wohl und real! Das, was sich
      die Niederlande erlauben ist skrupellos und entspricht exakt dem
      Banditen. und Räuberverhalten der Niederländer, welches die seit
      dem 15 ten Jahrhundert meisterhaft beherrscht haben, das Gold
      und Silber Fremder zu stehlen und durch Lug und Trug an sich zu
      reissen. Es ist sehr zu hoffen, dass die RF dieses Verbrechen der Niederländer rückgängig machen wird!
    • tfe
      Das ist schlicht Vertragsbruch seitens der Niederländer oder platt gesagt Diebstahl.
    • Axtos
      Eine schwierige Frage, bei der die Niederläder sich recht geschickt aus der Affaire gezogen haben. Sie haben quasi gar nicht geurteilt, sondern sich als nicht zuständig betrachtet. Damit gehen die Exponate nach der Ukraine "zurück", wie es politisch sicher auch gewollt war. Den die Ukraine ist "rein rechtlich" auch der "Eigentümer". Genau wie alle Exponate in deutschen Staatlichen Museen Länder bzw Bundes Eigentum sind. Ich finde jedoch, dass jedes Kulturgut letztendlich dem Volk gehört auf dessen Boden es entdeckt wurde. Dies würde aber die Welt der Museen nachhaltig erschüttern. Weltweit, auch in Russland.
    • Joesi
      Urteil ablehnen!
      Basta!
    • Карл-Хайнц
      Russland sollte sich gut überlegen, ob sie jemals noch vertragsbrüchigen Weststaaten irgendwelche Exponate leihen. Auch im Westen gilt, dass Verträge einzuhalten sind und wenn die Krim in den Augen dieser schwachsinnigen Richter kein Staat sein soll (an sich schon lächerlich, eine solche Sichtweise!), sind Verträge dennoch einzuhalten. Da der Westen sich nicht an eigene Maßstäbe hält, ist ihm nicht zu trauen, nicht einen Millimeter.
    • Bypass
      Oh, das kommt aber dem westdeutschen Beutekunst-Geheule sicher nicht so richtig gelegen?
    • BypassAntwort angelb(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      gelb, Jaosch sagt: Die Skythen waren die Urukrainer. Ne Scherz! Das war ne fake News,
    • zivilistAntwort anКарл-Хайнц(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hallo Карл-Хайнц,

      ja, das erleben wir leider immerwieder, daß der ehrenwerte Westen sich an die eigenen Stansards nicht hält, wenn sie nich vorteilhaft für ihn sind.
    • KonstantinoAntwort anКарл-Хайнц(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Карл-Хайнц, die vier Museen der Krim haben mit dem Museum in Amsterdam einen Vertrag geschlossen, doch wohl auch die Rückgabe der Exponate an die vier Museen der Krim beinhaltete. Nch meinem Ermessen hat das Museum in Amsterdam den geschlossenen Vertrag zu erfüllen.
      Nach der Rücksendung der Exponate könnte die Ukraine dann ihre Ansprüche an die vier museen der Krim und letztlich an den russischen Staat anmelden.
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