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14:46 17 August 2019
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    Mendelssohn-Oratorium in Moskau

    Mendelssohn-Oratorium in Moskau: Eine Botschaft des Friedens

    © Sputnik / Natalia Pawlowa
    Kultur
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    Vor Ostern erklang im Großen Tschaikowski-Saal der Philharmonie das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn in der Darbietung der Kantorei der Schlosskirche Weilburg und des Orchesters „Musika Viva“. Die Geschichte der Bekehrung des Paulus zum Christentum stammt aus dem Alten und Neuen Testament.

    Das russische Orchester  und der deutsche Chor bildeten eine Einheit, die das Publikum mit einem leichten, transparenten Klang begeisterte. Die Vokalsolisten Mechthild Bach (Sopran), Brigitte Schwarz (Mezzosopran), Markus Schäfer (Tenor) und Manfred Bittner (Bass-Bariton) waren in den Chor eingebunden und sehr gut aufeinander eingestimmt. Die Repliken der Solisten, die in der Rolle der Erzähler auftraten erklangen im Wechsel mit protestantischen Chorälen und Arien.

    Mendelssohn-Oratorium in Moskau
    © Sputnik / Natalia Pawlowa
    Mendelssohn-Oratorium in Moskau

    Die Arie „Jerusalem“ in der Darbietung der Sopranistin Mechthild Bach war bemerkenswert ausdrucksvoll und tief berührend. Nach dem Konzert, das mit stehenden Ovationen gewürdigt wurde, war die Sängerin voll von Emotionen:

    „Wir sind richtig überwältigt, in einem solchen Saal dieses Werk zu singen. Wir waren heute sehr beeindruckt, fast ein bisschen ehrfürchtig, dass es so schön aufgenommen wurde und das Publikum so wunderbar dabei war. Es ist wirklich ein Traum für uns alle!“

    Das Orchester „Musica Viva“ wurde 1988 gegründet und gehört unter Leitung von Alexander Rudin zu den besten Musikerkollektiven Russlands, das verschiedenste Genres bestens meistert. Der Tenor und Grammy-Gewinner Markus Schäfer zeigte sich vom Konzert und Orchester begeistert:

    „Ich glaube, es war ein sehr schönes und gelungenes Konzert. Ich bin sehr froh und ich fand, die Präzision des Orchesters war wirklich hervorragend, und der Chor war glanzvoll. Es war ein wirkliches Vergnügen mit dem großartigen Chef Alexander Rudin, den ich schon kenne. Wir haben Carl Philipp Emmanuil Bach vor ein paar Jahren hier aufgeführt – so wusste ich schon, dass er gut ist!“

    Die Kantorei der Schlosskirche Weilburg besitzt eine lange Tradition in der Interpretation von Kirchenmusik, erzählte die Dekanatskantorin, Kirchenmusikerin und Dirigentin Doris Hagel:

    „Wir führen alle großen Oratorien mit historischen Instrumenten auf. Russland ist ein besonderer Ort, und ich bin sehr glücklich, dass wir hier sein können, auch in diesen schwierigen Zeiten. Wir sind sehr unglücklich darüber, was in dieser Welt geschieht. Wir sind Menschen, wir wollen in Frieden auf dieser Welt zusammenleben. Und wir brauchen nichts anderes, als gemeinsam zu musizieren. Wir lieben diese kulturellen Schätze. Wir sind in Russland geborgen, wir sind in Europa und Deutschland geborgen. Wir sind Botschafter des Friedens.“

    Das großartige Oratorium erklang in Moskau anlässlich des 500. Reformationsjubiläums. Das Konzert wurde von der Deutschen Botschaft in Russland gefördert.

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    Tags:
    Friedensinitiative, Moskau-Besuch, Orchester, Chor, Berlin, Moskau, Deutschland, Russland