23:51 02 Juni 2020
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    Die UNESCO hat das Mariä-Himmelfahrt-Kloster in Swijaschsk in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen, teilte das Kloster via Twitter mit.

    Gegründet wurde das Kloster 1561, einer seiner Architekten war vermutlich Postnik Jakowlew, Erschaffer der Basilius-Kathedrale in Moskau.

    Der wohl größte Kulturwert des Klosters liegt jedoch weniger in der Architektur des Bauwerks als vielmehr in seinem Interieur, wo Wandmalereien aus der Zeit Iwans des Schrecklichen erhalten geblieben sind. Außer in Swijaschsk gibt es Malereien dieser Art nur noch im Erlöser-Verklärungs-Kloster in Jaroslawl.

    Über 20.000 Quadratmeter groß ist das Fresko in Swijaschsk. Seine berühmtesten Kompositionen: „Das Vaterland“ auf der Kuppel, „Mariä Himmelfahrt“ im Altar und „Gekreuzigter Christus an der Brust von Zebaot“ an einer Wange des Gewölbes.

    Hier ist auch das einzige Fresko der Welt erhalten, auf dem der Heilige Christophorus mit einem Pferdekopf abgebildet ist. Einzigartig ist auch, dass die Westwand kein Bild der ewigen Hölle aufweist, sondern nur eins des Himmelreichs.

    Im 18.Jahrhundert erhielt die Kirche eine neue Kuppel im Stil des ukrainischen Barocks mit zwölf verzierten Kokoschniks, ansonsten blieb ihr ursprüngliches Aussehen unverändert.

    Außer dem russischen Kloster hat das UNESCO-Komitee in Krakau auch die Festungsanlagen von Venedig aus dem 15. und 17. Jahrhundert in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, außerdem eine subarktische Dorflandschaft in Grönland, eine polnische Silbermine mit einem einzigartigen Wasserrohrsystem und eine Höhle in Süddeutschland, in der Wandmalereien aus der Eiszeit erhalten geblieben sind.

    Insgesamt waren 30 Anträge bei der UNESCO-Kommission eingereicht worden.

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    Tags:
    Geschichte, Kloster, UNESCO, Russland