16:28 21 April 2019
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    Thomas Duvenek (l.) und Pavel Izvolskiy unterzeichnen das Dokument über Zusammenarbeit

    „Sanktionen stören nicht“: Berliner Senat und Russisches Haus vertiefen Kontakte

    © Sputnik / Ilona Pfeffer
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    Wie können die deutsch-russischen Beziehungen in Zeiten von internationalen Spannungen und Wirtschaftssanktionen gestärkt und weiterentwickelt werden? Botschafter der Annäherung könnten die Kinder und Jugendlichen sein, die sich für die Sprache und Kultur des jeweils anderen Landes interessieren.

    Um diese Bande zu stärken und eine positive Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen auf den Weg zu bringen, unterzeichneten am Dienstag in Berlin das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur und die Abteilung II. der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ein Dokument über ihre zukünftige Zusammenarbeit. Es ist das erste offizielle Dokument, das die Absicht beider Seiten festhält, im Bereich von Bildung, Kultur und Jugendaustausch zusammenzuarbeiten.

    Thomas Duveneck, der Unterzeichner von Seiten des Berliner Senats, verwies in seiner Rede auf die lange Tradition des gesellschaftlichen, kulturellen und sprachlichen Austausches zwischen beiden Ländern. Auch heute würden zahlreiche Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Schulformen Berlins von der Grundschule bis zum Abitur das Angebot nutzen, Russisch als Fremdsprache zu lernen, die Zahlen der Lernenden seien stabil.

    „Maßnahmen der Begegnung der jungen Generation sind nachhaltig und ausdrücklich gewünscht. Der deutsch-russische Jugendaustausch bekommt darin eine zentrale Rolle. Sichtbarmachen und Bündelung der vielfältigen Angebote der Stadt Berlin, die Russisch modern und lebendig machen, sollen verstärkt werden. Hierbei kommt dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur eine wichtige Bedeutung zu und ich freue mich sehr, heute diese Vereinbarung im Namen unserer Senatsverwaltung unterschreiben zu dürfen“,  fügte Duveneck hinzu.

    Thomas Duveneck (l.) und Pavel Izvolskiy unterzeichnen das Dokument über Zusammenarbeit
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    Thomas Duveneck (l.) und Pavel Izvolskiy unterzeichnen das Dokument über Zusammenarbeit

    Auch der Direktor des Russischen Hauses, Pavel Izvolskiy, zeigte sich sehr zufrieden mit der geschlossenen Vereinbarung. Er verwies auf die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre in den Bereichen Bildung, Jugend und Familie und drückte seine Dankbarkeit dafür aus, dass sich die Senatsverwaltung für den Erhalt der russischen Sprache in den russischsprachigen Communities in Berlin engagiert. Darüber hinaus nannte Izvolskiy zahlreiche Projekte, mit deren Hilfe das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur an der Friedrichstraße bei der Verbreitung der russischen Sprache und Kultur helfen möchte.

    Die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland hätten die Beziehungen in der Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Senat und dem russischen Haus der Wissenschaft und Kultur nicht geschadet, bestätigte Thomas Duveneck auf Sputnik-Nachfrage.

    „Aus meiner Sicht gar nicht. Wir halten weiter an der bewährten Zusammenarbeit fest. Wir unterstützen dieses Haus, wir unterstützen unsere Lehrkräfte, auch den beidseitigen Schüleraustausch mit Russland.“

    Bericht: Ilona Pfeffer

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    Dokument, Unterzeichnung, Jugend, Bildung, Kultur, Zusammenarbeit, Senat, Berlin, Deutschland, Russland