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04:55 21 Oktober 2019
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    Matt Damon in Elysium (Archivbild)

    Selbst auf dem Todesstern: Sowjet-Waffen, die in Hollywood-Filmen überraschen

    © Foto: 2012 Columbia TriStar Marketing Group, Inc.
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    Schusswaffen aus sowjetischer bzw. russischer Produktion kommen regelmäßig in westlichen Filmen vor – und werden dabei nicht nur von Bösewichten eingesetzt. Der russische TV-Sender Swesda hat fünf besonders spektakuläre Beispiele aufgelistet und kommentiert.

    Kingsman: The Golden Circle

    Bei britischen Agentenfilmen hat der Einsatz ausländischer Waffen eine lange Tradition – James Bond trug etwa eine deutsche Walther PPK. In diesem Sinne setzen die Figuren von Kingsman die 007-Tradition fort, entschieden sich aber überraschenderweise für die sowjetische TT von Konstrukteur Fjodor Tokarew. Zwar ist es verständlich, dass die Filmmacher eine klassische Pistole suchten, die mit einem Tweed-Anzug gut aussehen würde, doch es wäre wohl logischer gewesen, eine FN Browning Modell 1903 zu bevorzugen – also einen äußerlich ähnlichen „Urahn“ der TT. Vielleicht ging die Entscheidung darauf zurück, dass die sowjetische Pistole massenweise hergestellt wurde. 

    Star Wars: Episode IV

    Eine noch größere Überraschung war der einstige Auftritt der Margolin-Sportpistole in „Eine neue Hoffnung“ der „Star Wars“-Saga aus dem Jahr 1977. Der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion lief damals auf Hochtouren – und trotzdem bekam die auf der Seite des Guten kämpfende Prinzessin Leia einen Blaster, der auf der Grundlage dieser Waffe erfunden wurde. Eine Geste der Versöhnung? Oder ließ sich Regisseur George Lucas von den eleganten Umrissen der sowjetischen Sportpistole beeindrucken? Deren Entstehungsgeschichte ist übrigens nicht weniger phantastisch. Konstrukteur Michail Margolin war blind. Als junger Mann hatte er infolge einer Verletzung das Seevermögen verloren – und schaffte es trotzdem, eine der erfolgreichsten Sportpistolen zu konzipieren.

    Mad Max: Fury Road

    Bei der Verfolgungsjagd in der versumpften Gegend schießt man mit einer sowjetischen Waffe zurück, und zwar mit einem SKS-Gewehr von Konstrukteur Sergej Simonow, das ein starkes Zielfernrohr hat. Dass diese noch in den 1940er Jahren entwickelte Waffe im Film vorkommt, ist eigentlich nicht so erstaunlich, denn sie ist dank ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses auch in den USA beliebt. Das harte sowjetische Abnahmeverfahren muss dem Gewehr geholfen haben, trotz des im Film gezeigten Zusammenbruchs der Zivilisation funktionstüchtig zu bleiben.

    Charlize Theron in Mad Max: Fury Road (2015)
    Charlize Theron in Mad Max: Fury Road (2015)

    Revolver

    Im Gangster-Film von Guy Ritchie ist eine Makarow-Pistole zu sehen. Bei einem Attentat versteckt sich ein Mafia-Boss unter dem Tisch. Aus einem Holster, das am Bein seines Leibwächters befestigt ist, zieht er diese Waffe und erschießt damit den angreifenden Auftragsmörder. Bemerkenswert: Die Leibwächter sind ansonsten mit modernsten ausländischen Pistolen bewaffnet, doch ausgerechnet eine unauffällige Makarow rettet dem Boss das Leben.

    Elysium

    Ohne Kalaschnikow-Sturmgewehr wäre diese Liste natürlich undenkbar. Der Science-Fiction-Film mit Matt Damon ist ein besonders interessantes Beispiel. Die Handlung spielt im Jahr 2154, es gibt eine breite High-Tech-Palette – von Robotern bis hin zum Datendiebstahl aus dem Gehirn. Dabei hat die Hauptfigur eine modernisierte AKM. Übrigens wirkt dies irgendwie glaubwürdig – auf das bewährte sowjetische Sturmgewehr ist selbst in einer fiktiven finsteren Zukunft Verlass.

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    Tags:
    Star Wars, Filme, Hollywood, UdSSR, USA, Russland