18:32 15 November 2018
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    Schauspielerin Cornelia Gröschel

    „Tatort: Dresden“ – Neue Fahnderin EXKLUSIV: „‚Déjà-vu‘ war gelungen und emotional“

    © Foto : Ahoi Agency (Talent Management)
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    Alexander Boos
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    Sie ist ein „Shooting-Star im deutschen Film“ – so die Presse über Schauspielerin Cornelia Gröschel (30). Da Vorgängerin Alwara Höfels geht, wird die gebürtige Dresdnerin ab Sommer das Ermittler-Team im „Tatort: Dresden“ verstärken. Sputnik lud die angehende Tatort-Kommissarin zu einem Exklusiv-Gespräch ins Hauptstadt-Studio.

    „Ich fand den letzten Tatort sehr gelungen“, sagte Cornelia Gröschel, künftige Tatort-Kommissarin, im Sputnik-Interview. Im Dresdner „Tatort: Déjà Vu“, der vergangenen Sonntag lief, ging es um: Kindesmissbrauch, Mittäterschaft, verzweifelte Eltern, hitzige Ermittlungen. „Ich fand das Thema sehr emotional: Weil ich auch weiß, dass die Darsteller große Freude daran hatten, diesen Film zu drehen“, kommentierte sie.

    In Dresden wuchs die Darstellerin in einer Künstlerfamilie auf. Aktuell lebt sie in Berlin. Die B.Z. nannte sie einst „den Shooting-Star des deutschen Fernsehens“. Im TV-Dreiteiler „Honigfrauen“ (2017) spielte sie eine DDR-Bürgerin. Auch im Kinofilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (2015) war sie zu sehen. Neben Film- und TV-Produktionen spielt sie Theater, so auch regelmäßig in Karlsruhe. Im letzten Tatort habe sie die Szene, als der Vater seinen toten Jungen am Ufer sieht, besonders berührt.

    Der Vater des ermordeten Jungen durchbricht die Polizei-Absperrung am Dresdner Elbufer (Film-Szene aus „Déjà-vu“)
    © Foto : MDR / Wiedemann & Berg / Daniela Incoronato
    Der Vater des ermordeten Jungen durchbricht die Polizei-Absperrung am Dresdner Elbufer (Film-Szene aus „Déjà-vu“)

    Das Dresdner Tatort-Team steht vor einem Umbruch: Schauspielerin Alwara Höfels (35), die bisher in der Rolle von Kriminaloberkommissarin Henni Sieland zu sehen war, steigt aus. „Unterschiedliche Auffassungen zum Arbeitsprozess und ein fehlender künstlerischer Konsens“ hätten den Ausschlag für sie gegeben, die Serie zu verlassen. Zu Pfingsten wird nach Angaben der ARD ihr letzter Tatort-Einsatz in Dresden gezeigt. Die Neue im Team heißt Cornelia Gröschel.

    Hier einige Zitate aus dem Video-Interview mit der angehenden TV-Kommissarin:

    Über Vorgängerin Alwara Höfels

    „Alwara ist eine emotionale Schauspielerin und steckt ganz, ganz viel Herzblut rein“, lobte Gröschel die Kollegin. Höfels habe den Tatort in der Elbestadt „stark geprägt“.

    Über den „Tatort: Dresden“

    „Ich freu mich wahnsinnig darauf. Ich freue mich, eine Figur gemeinsam mit der Produktionsfirma mitentwickeln zu dürfen. Zu schauen: Was kann man noch rauskitzeln aus dem doch sehr etablierten Format Tatort. Es gibt ja nun Krimi-Serien wie Sand am Meer. Wo kann man schauen, dass man doch noch irgendwas findet, wo die Zuschauer sagen: ‚Das haben wir noch nicht gesehen‘?“

    Über die Heimat Dresden

    „Für mich ist es ganz toll, weil ich in meiner Heimat drehen darf. Ich habe noch nie in Dresden Theater gespielt oder einen Film gedreht. Ich darf jetzt wieder zurückkommen in meine Heimat: Zurück zur Familie, zurück zu Freunden.“

    Mit seinem fünften Fall habe das Dresdner Tatort-Team einen Zuschauerrekord aufgestellt, wie der MDR am Montag mitteilte: „Die Ermittlungen um einen toten Jungen verfolgten im Schnitt 10,60 Millionen Zuschauer. Das war der beste Wert, den der Tatort aus der sächsischen Landeshauptstadt bisher erreicht hat.“

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    Tags:
    TV, Fernsehen, Pädophilie, Kriminalität, ARD, DDR, Deutschland