15:55 24 November 2020
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    Der italienische Schlagersänger Al Bano hat wegen russlandfreundlicher Äußerungen Einreiseverbot in der Ukraine. Der 75-Jährige, der bürgerlich Albano Carrisi heißt, stelle eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar, teilte das Kulturministerium in Kiew vom Montag mit.

    Hintergrund sind Interviews des Italieners, in denen er die russische „Annexion” der Schwarzmeerhalbinsel Krim begrüßt und sich begeistert über den russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert haben soll, teilte dpa am Montag mit.

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    Der Künstler befindet sich auf einer Schwarze Liste zusammen mit anderen Sängern und Schauspielern wie dem Wahlrussen Gérard Depardieu, dem serbischen Regisseur Emir Kusturica und dem amerikanischen Sänger Fred Durst. Auf der Liste mit 147 Personen befinden sich vor allem Russen, die ebenfalls einem Einreiseverbot unterliegen. Außerdem dürfen Filme und Musikvideos mit Al Bano in der Ukraine nicht mehr gezeigt werden.

    Al Bano feierte im Duett mit seiner Partnerin Romina Power vor allem in den 80er Jahren weltweite Erfolge. In Russland ist er noch immer sehr beliebt.

    Die Krim war im März 2014 — nach rund 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Nach Behördenangaben votierten 96,77 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 Prozent.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Ukraine in diesem Jahr nicht beim Eurovision Song Contest vertreten sein werde, nachdem ein Musiker nach dem anderen die Teilnahme am Wettbewerb abgesagt hatte. Zunächst verzichtete die Sängerin Maruv, die den nationalen Vorentscheid gewonnen hatte, auf ihre Teilnahme. Die 27-Jährige sprach von einem Knebelvertrag mit der Nationalen öffentlichen Rundfunkgesellschaft und sagte, sie wolle sich nicht politisch instrumentalisieren lassen.

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    Zuvor hatten nationalistische Politiker in der Ukraine die vergangenen und geplanten Auftritte der Sängerin im Nachbarland Russland heftig kritisiert. Auch die zweitplatzierte Freedom-Jazz girls Band und die drittplatzierte Gruppe Kazka kündigten an, nicht in Israel anzutreten.

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    Sänger, Schwarze Liste, Italien, Krim, Russland, Ukraine