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    Rammstein in Moskau

    Nach 21 Jahren Pause: Rammstein veröffentlicht Clip mit Szenen aus Riefenstahl-Film

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
    Kultur
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    Der Clip zu Rammsteins Lied „Stripped“ ist noch 1998 gedreht worden. Doch weil die Band in ihrem Video Szenen aus Leni Riefenstahls Film „Olympia“ benutzte, wurde es wegen heftiger Kritik schnell von allen Plattformen entfernt. Rammstein hat nun den Clip auf seinem YouTube-Kanal nach 21 Jahren Pause wieder hochgeladen.

    Am Samstag erschien der Clip auf dem YouTube-Kanal von Rammstein. Schon nach einem Tag gab es 1,3 Millionen Aufrufe. Die Kommentarfunktion wurde allerdings deaktiviert.

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    Gleichzeitig wurde auch ein Making-of-Video zu den Dreharbeiten hochgeladen. Darin erklärt Frontmann Till Lindemann, er finde das Video heute immer noch toll. „Damals sind alle durchgedreht. Es gab Künstler aus dem Ausland, die uns erschießen wollten. Ob man das heute noch mal machen würde, sei dahingestellt.“

    Die Kritik an dem Clip mit Ausschnitten aus dem Propagandafilm aus der NS-Zeit war 1998 so heftig, dass sich Lindemann in einem Interview davon distanzieren musste. In einem Playboy-Interview von 2006 wurde er gefragt, ob er den „Stripped“-Clip noch einmal veröffentlichen würde: „Nein, weil ich müde bin zu hören, wir seien eine rechte Band. Das war ein Punkt, an dem ich mir gesagt habe: Da haben wir eine Grenze überschritten“, sagte der Musiker.

    Video-Direktor Philipp Stölzl sagte über das Video: „Diese heroische Ästhetik, Natur, Körper, Speerwerfen: Ich dachte, das ist möglicherweise eine gute Welt für Rammstein.“

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    Rammstein hatte bereits Ende März mit seinem Video mit KZ-Szenen für Diskussionen und Kritik gesorgt.

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