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04:26 21 September 2019
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    Lashana Lynch am 25. April auf Jamaika vor dem Beginn der Dreharbeiten des 25. James-Bond-Films

    Agent 007 als dunkelhäutige Frau? Diese Schauspielerin soll im neuen James Bond Film spielen

    © AFP 2019 / Roy Rochlin
    Kultur
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    Die dunkelhäutige britische Schauspielerin Lashana Lynch soll laut der Zeitung „Daily Mail“ die Hauptrolle im 25. Film der „James-Bond“-Reihe über den Agenten des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 innehaben.

    Lynch wird allerdings nicht James Bond darstellen, sondern eine Agentin, die seine berühmte Nummer 007 übernimmt, schreibt das Blatt am Samstag unter Berufung auf einen Insider. Daniel Craig, der Bond seit 2006 in bisher vier Filmen verkörperte, soll auch im 25. Film in dieser Rolle zu sehen sein.

    Laut der Zeitung setzt sich Bond zu Beginn des neuen Films in Jamaika ab und genießt seinen Ruhestand. Sein Vorgesetzter M (dargestellt von Ralph Fiennes) bittet ihn wegen einer globalen Krise zu seinem letzten Einsatz.

    „Es gibt eine entscheidende Szene zu Beginn des Films, in der M ‚Komm herein 007‘ sagt und es erscheint Lashana, die schwarz, schön und eine Frau ist“, zitiert das Blatt die Quelle.

    Craigs Agentenfigur ist demzufolge „natürlich sexuell von der weiblichen 007 angezogen und probiert seine üblichen Verführungstricks aus“, ist aber verblüfft, wie die „brillante, junge Frau“ ihn konsequent abblitzen lässt.

    „James-Bond“-Reihe an moderne Zeiten anpassen

    Am Drehbuch arbeitete die Britin Phoebe Waller-Bridge, die sicherstellen musste, dass die 57-jährige Franchise an moderne Zeiten angepasst ist.

    „Es wurde viel darüber geredet, ob Bond jetzt relevant ist oder nicht, aufgrund der Tatsache, wer er ist und wie er mit Frauen umgeht“, meinte die Autorin laut der „Daily Mail“.

    Ihr zufolge ist die Bond-Filmreihe jetzt „absolut relevant“. Die Franchise sollte „einfach wachsen“ und „sich entwickeln“.

    „(…) Das Wichtigste ist, dass der Film Frauen richtig behandelt. Er (James Bond – Anm. d. Red.) muss das nicht. Er muss seinem Charakter treu bleiben“.

    Bond nach Metoo-Bewegung

    Der Zeitung zufolge ist der Ausdruck „Bond Girls“ (dt. „Bond-Mädchen“) jetzt verboten. Sie würden von nun an als „Bond Women“ (dt. „Bond-Frauen“) angesprochen, so das Blatt unter Verweis auf seinen Informanten.

    „Das ist ein Bond für die moderne Epoche, der jüngere Generationen anspricht, gleichzeitig jedoch dem treu bleibt, was wir von Bond-Filmen erwarten“, zitiert die Zeitung den Insider.

    „Spektakuläre Verfolgungsszenen und Kämpfe“ seien zu sehen. Bond sei immer noch Bond, aber er müsse lernen, „sich in der Welt mit #Metoo zurechtzufinden“.

    #MeToo ist ein Hashtag, das ab Mitte Oktober 2017 im Zuge des Skandals um den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein Verbreitung in den sozialen Netzwerken erfuhr, als mehrere Frauen Weinstein der sexuellen Belästigung, Nötigung oder der Vergewaltigung beschuldigten. Die Phrase „Me too“ geht auf die Aktivistin Tarana Burke zurück und wurde als Hashtag durch die US-Schauspielerin Alyssa Milano populär. Sie  ermutigte betroffene Frauen, mit Tweets auf das Ausmaß sexueller Belästigung und sexueller Übergriffe aufmerksam zu machen. Seitdem wurde dieses Hashtag millionenfach verwendet.

    mo/ae

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    Tags:
    Daniel Craig, James Bond, Großbritannien