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02:47 13 November 2019
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    Staatsballett Berlin - La Bayadere von Alexei Ratmansky

    Nach Zweifeln und Streit: Staatsballett Berlin ist „Kompanie des Jahres“

    © Foto: Fine Art photography/Yan Revazov
    Kultur
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    Das Staatsballett Berlin ist der Favorit bei Kritikern. Das ergab die jährliche Umfrage der Zeitschrift „Tanz“. Die Intendanz der klassischen Ballett-Truppe liegt in den Händen einer „Doppelspitze“. Die Bildung dieser hatte zu heftigen Auseinandersetzungen geführt, da ein Teil im modernen Tanztheater beheimatet ist.

    Bei einer Umfrage bestimmten 25 internationale Kritiker das Staatsballett Berlin, Deutschlands größtes Tanzensemble, zu ihrem Favoriten, so die Fachzeitschrift „Tanz“ vom Theaterverlag.

    Das Intendanz-Duo Sasha Waltz und Johannes Öhman der Berliner Kompanie sieht in der Auszeichnung die Neuausrichtung der Ballett-Truppe gewürdigt und sich in ihrer „Vision“ bestätigt, hieß es von Seiten des Hauses. „Wir konnten im letzten Jahr zeigen, dass es möglich ist, das klassische Erbe zu bewahren und dabei zugleich die Gegenwart und Zukunft des Tanzes auf hohem Niveau mitzugestalten.“

    Im Zuge des Wechsels der künstlerischen Leitung der Kompanie hatte es heftigen Streit gegeben. Bei den Auseinandersetzungen ging es primär um den Einstieg der Tanz-Regisseurin Sasha Waltz. Zunächst hatte das Ensemble des Hauses an der Eignung von Waltz gezweifelt. Es wurde ihr teils abgesprochen, als Vertreterin modernen Tanztheaters eine klassische Ballettkompanie leiten zu können.

    Waltz leitet das Ballettensemble inzwischen gemeinsam mit ihrem Co-Intendanten Johannes Öhmann. Das wurde erst nach Vermittlung zwischen den Fronten der Tänzer wie der künstlerischen Leitung durch die Politik in Person von Berlins Kultursenator Klaus Lederer möglich.

    Das Intendanz-Duo Sasha Waltz und Johannes Öhman
    Das Intendanz-Duo Sasha Waltz und Johannes Öhman

    Das Staatsballett Berlin startet am 6. September mit „Plateau Effect“ von Jefta von Dinther in der „Komischen Oper“ Berlin in die neue Spielzeit 2019/2020. Außerdem kommen unter anderem Kreationen von Alexander Ekman und Sharon Eyal zur Premiere. Erfolgsproduktionen wie Alexej Ratmanskys Rekonstruktion von Marius Petipas „La Bayadère“ und Patrice Barts „Giselle“ sind ebenfalls wieder zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt soll Sasha Waltz‘ erste Kreation mit dem Ensemble des Staatsballetts werden. Ihre Inszenierung „SYM-PHONIE MMXX“ wird im kommenden April an der „Staatsoper Unter den Linden“ aufgeführt.

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    Tags:
    Kritiker, Aufführung, Ballett, Deutschland