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    Gilt „Arm, aber sexy“ noch? Die Berliner Kunstwoche schaut in diesem Jahr unter anderem auf 30 Jahre Mauerfall und wie sich Berlin seit 1989 verändert hat: Ein Blick zurück nach vorn. An der „Berlin Art Week“ sind mehrere Museen, Galerien und Kunstmessen beteiligt.

    Es ist ein klarer Höhepunkt im Eventkalender für zeitgenössische Kunst in der Hauptstadt: Die Berlin Art Week. Sie findet seit 2012 jährlich im September statt. Zur Kunstwoche haben sich die großen Museen der Kunst der Gegenwart, Berliner Ausstellungshäuser und Kunstvereine, private Sammlungen zeitgenössischer Kunst und Projekträume mit einem gemeinsamen Ausstellungsprogramm zusammengeschlossen. Im stillgelegten Flughafen Tempelhof finden die Kunstmessen „Positions“ und „Art Berlin“ statt, bei der sich 110 Galerien präsentieren.

    Geboten wird Kunstbegeisterten ein buntes Spektrum mit Eröffnungen, Preisverleihungen, wie dem Preis der Nationalgalerie, Sonderveranstaltungen, Kunstführungen, sowohl durch die Stadt als auch durch die Ausstellungsorte: mit urbanen Interventionen, offenen Ateliers und Galerien. So würde Berlin als ein Ort für zeitgenössische Kunst erlebbar, in dem deutsche und internationale Künstler leben und arbeiten, an dem Kunst entsteht, Themen gesetzt und Zukunft verhandelt würde, heißt es programmatisch von Seiten der Veranstalter. Die Art Week sei eine Art „Schaufenster“ der Kunststadt Berlin, so Kultursenator Klaus Lederer.

    Ein paar Highlights

    Der „Gropius Bau“ etwa will in der Ausstellung „Durch Mauern gehen“ die Arbeiten verschiedener Künstler zeigen, darunter von Performancekünstlerin Marina Abramović. Die „C/O Fotogalerie“ zeigt in Bild und Sound eine Ausstellung zur Clubkultur Berlins nach 1989 mit dem Titel: „No Photos on the Dance Floor!“

     C/O Berlin, „No Photos on the Dance Floor!“ - DJ Keokie, Tresor 1991
    © Foto : Tilman Brembs
    C/O Berlin, „No Photos on the Dance Floor!“ - DJ Keokie, Tresor 1991

    Das „Haus am Lützowplatz“ zeigt mit „Perplexy“ Werke des Tobias Dostal und auch in der Galerie Kwadrat ist der junge Kunstmagier am Start.

    Mit „1989-2019: Politik des Raums im Neuen Berlin“ untersucht der „nbk - Neuer Berliner Kunstverein“ den Berlin-Mythos „Arm, aber sexy“. Der „me Collectors Room“ spannt den Bogen vom Expressionismus über die Moderne zur zeitgenössischen Kunst mit „Kirchner, Richter, Burgert“, zeigt Menschenbilder aus drei Generationen. In der Nähe des Alexanderplatzes wird ein alter DDR-Bau genutzt: Im leerstehenden „Haus der Statistik“ soll über die Gesellschaft der Zukunft nachgedacht werden.

    Und im Museum Berggruen tritt Künstler Thomas Scheibitz in „Dialog“ mit Pablo Picassos Werken.

    Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Veranstalter mehr als 120.000 Besucher gekommen. Die Berlin Art Week läuft vom 11.September bis zum 15.September 2019.

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    Nationalgalerie, Art Berlin, Positions, Berlin Art Week, Kultur, Kunst, Ausstellung, Deutschland