22:56 22 Oktober 2020
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    Der Ehrenpräsident des Förderervereins des französischen Museums Palais de Tokyo, Bernard Chenebault, hat sich auf Facebook für die Ermordung der 16-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg ausgesprochen. Obwohl er seine Worte später als einen Witz rechtfertigte, musste er zurücktreten, schrieb „Le Monde“.

    In Facebook-Kommentaren am Wochenende soll Chenebault Thunberg als „verrückt“ beschrieben und sich darüber beschwert haben, dass das Benehmen der Aktivistin seiner Meinung nach eine weitere „Schicht des Hasses“ in der Gesellschaft schaffe, die bereits von aller Art schlechten Gefühlen erregt sei.

    „Sie muss erschossen werden (…) Ich hoffe, ein Verstörter erschießt sie“, zitiert das Blatt den Ehrenpräsidenten der „Freunde des Palais de Tokyo“.

    Das Palais de Tokyo distanzierte sich rasch von Chenebault und fügte hinzu, dass die Präsidentin des Museums, Emma Lavigne, auf seine Kommentare mit „Verblüffung“ reagiert habe.

    „Die Generalversammlung der Freunde des Palais de Tokyo wird sich so bald wie möglich treffen, um eine neue Person für die Präsidentschaft zu wählen“, hieß es in einer Twitter-Mitteilung des Museums.

    ​„Le Monde“ konnte Chenebault für einen Kommentar nicht erreichen, zitierte allerdings aus einer Entschuldigung, die er später veröffentlicht haben soll.

    „Ich bedaure zutiefst diese Äußerungen, die vielen Menschen wehgetan haben (…) Natürlich rufe ich nicht zur Ermordung von Greta Thunberg auf“, schrieb er.

    In dem „Facebook-Spiel“ hätten seine Worte seinen Gedanken und Absichten gar nicht entsprochen, versicherte er.

    msch/mt

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    Tags:
    Le Monde, Paris, Frankreich, Greta Thunberg